Deutscher Brennstoffzellenhersteller expandiert nach Indien

Die SFC Energy AG hat mit Unternehmen FC Tec aus Indien eine Vereinbarung zum Aufbau einer Anlage für Brennstoffzellen in Indien getroffen.

von | 03.03.23

© pexels/Studio Art Smile
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Indien

27. Februar 2023 | Die SFC Energy AG hat mit FCTec aus Indien eine Vereinbarung zum Aufbau einer Fertigungsstätte für Wasserstoff- und Methanol-Brennstoffzellen in Indien getroffen. Dazu gründet das Unternehmen aus Brunnthal eine indische Tochtergesellschaft.

Die Unterzeichnung erfolgte im Rahmen eines Treffens von Bundeskanzler Olaf Scholz und Premierminister Narendra Modi in Neu Delhi.

Um die rechtlichen Anforderungen der „Make in India“-Gesetzgebung zu erfüllen, gründet SFC Energy nun die Tochtergesellschaft SFC Energy India Ltd. Sie übernimmt künftig die Fertigung der EFOY Hydrogen- und EFOY Methanol-Brennstoffzellen und die Qualitätssicherung, während FCTec weiterhin der „Go To Market“-Partner von SFC sein wird.

FC TecNrgy Pvt Ltd. („FCTec“) übernimmt Design, Entwicklung, Installation und Integration kundenspezifischer Brennstoffzellenlösungen sowie die Entwicklung anderer Systemkomponenten und den After-Sales-Service.

Brennstoffzellenproduktion bei Neu Delhi

Der Standort der SFC Energy India befindet sich künftig in Udyog Vihar, Gurgaon, einer „High-Tech-Zone“ der indischen Hauptstadtregion Greater Delhi. Dort bezieht die neue Tochtergesellschaft gemeinsam mit FCTec ein 35.000 m² großes Fertigungs- und Montagezentrum. Nach eigenen Angaben handelt es sich um eine der ersten und fortschrittlichsten Produktionsstätten für Brennstoffzellen in Indien.

Um die strategische Bedeutung der Partnerschaft zu unterstreichen, haben SFC Energy India und FCTec eine wechselseitige Kapitalbeteiligung der lokalen Gesellschaften vereinbart. Die gesellschaftsrechtliche Verflechtung sowie die gemeinsamen Zukunftspläne sollen damit den Anforderungen der „Make in India“-Initiative entsprechen. Sie soll Investitionen in Indien stimulieren, lokale Kompetenzen aufbauen und eine Produktionsinfrastruktur im indischen Markt schaffen.

Indiens Klimaschutzziele: Chance für deutsche Produzenten?

Indien hat eigene Klimaschutzziele formuliert. Das Land will seine CO2-Emissionen bis 2030 um 45 % gegenüber 2005 senken. Bis 2070 will Indien klimaneutral werden. Dafür will die indische Regierung die bisher eingesetzten (Diesel-/Benzin-) Generatoren u. a. in den Bereichen Transport- und Verkehr, Militär und kritische Infrastruktur einschließlich Telekommunikation durch Brennstoffzellen ersetzen.

Perspektivisch sei für alle Projekte in Indien die dezentrale Kraftstoffversorgung mit grünem Wasserstoff und Methanol geplant. Das Förderprogramm „National Green Hydrogen Mission“ der indischen Regierung sieht dafür geschätzte Investitionen von 44 Mrd. US-Dollar bis 2030 vor.

Methanol-Brennstoffzellen im unteren Leistungsbereich eignen laut SFC auch für Anwendungen im Bereich Videoüberwachung, Telekommunikation, Verteidigung, Innere Sicherheit sowie Öl, Gas und Bergbau.

„Wir sind seit 2016 auf dem indischen Markt tätig, sind mit den lokalen Anforderungen und Notwendigkeiten vertraut und arbeiten dort erfolgreich und vertrauensvoll mit FCTec zusammen. Für uns verfügt Indien über ein enormes Wachstumspotenzial und ist deshalb von großer strategischer Bedeutung für die Expansion von SFC Energy“, sagt Dr. Peter Podesser, CEO der SFC Energy AG.

Weitere Informationen
(Quelle: SFC Energy/2023)

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Vertragsunterzeichnung in Neu Delhi (Quelle: SFC Energy)

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