Die künftige Lieferung von eBenzin wurde in einem Kaufvertrag (Sales Purchase Agreement, SPA) vereinbart. Beide Unternehmen wollen mit der Zusammenarbeit zur Entwicklung eines globalen Marktes für synthetische Kraftstoffe beitragen, indem sie europäische Produktionskapazitäten mit der Nachfrage in Japan verknüpfen.
Die Kooperation baut auf der bestehenden Partnerschaft zwischen Eneos und der eFuel GmbH auf, die Gesellschafterin und strategische Partnerin von GEF1 ist.
E-Fuels-Import unterstützt Dekarbonisierungsstrategie
Für Eneos sei die Partnerschaft mit GEF1 ein Baustein seines „Carbon Neutrality Plan“. Darin sind unter anderem e-Fuels als zentrale Maßnahme zur Dekarbonisierung festgehalten.
Durch den Import will der Konzern nun frühzeitig praktische Erfahrungen mit der Einführung, dem Vertrieb und der Nutzung synthetischer Kraftstoffe in Japan sammeln. Damit will er sich auf eine mögliche Mengensteigerung vorbereiten, wenn sich Nachfrage und Regulierung weiterentwickeln.
Darüber hinaus ermögliche die Vereinbarung dem japanischen Unternehmen, Kunden im Verkehrs- und Mobilitätssektor eine zusätzliche Option für Kraftstoffe mit geringen Netto-CO2-Emissionen anzubieten.
GEF1 sichert sich ersten Abnehmer in Asien
GEF1 verzeichnet mit der Partnerschaft seinen ersten Abnahmekunden in Japan und zugleich den ersten in Asien.
Die e-Fuels stellt das deutsche Unternehmen in einer großskaligen Produktionsanlage am niedersächsischen Standort Steyerberg her. Nach eigenen Angaben handle es sich dabei um die erste kommerzielle Anlage ihrer Art in Deutschland. Dort wird eBenzin aus grünem Wasserstoff und recyceltem CO2 hergestellt. Dabei kommt die MethaFuel-Technologie der Cac Engineering GmbH zum Einsatz.
Synthetische Kraftstoffe nutzen bestehende Infrastruktur
Neben grünem Wasserstoff können synthetische Kraftstoffe auch aus Synthesegas produziert werden, das aus Biomasse gewonnen wird.
Nach Angaben von GEF1 sind die Kraftstoffe kompatibel mit bestehenden Motoren, Infrastrukturen und Verteilungssystemen. Insbesondere in Anwendungen, die sich nur schwer elektrifizieren lassen, können sie Verwendung finden.







