Die endgültige Investitionsentscheidung für das Projekt „Green Hydrogen Sines“ fiel Anfang Juli. Der Auftrag umfasse die vollständige Lieferung aller Projektkomponenten, um den Elektrolyseur an das Mittelspannungsnetz anzuschließen und Wasserstoff auf Basis erneuerbarer Energien zu produzieren. Darüber hinaus sei RCT Hydrogen für die Inbetriebnahme sowie den Produktionsstart der grünen Wasserstoffproduktion verantwortlich.
H2-Produktion soll 2027 starten
Zum Einsatz soll eine alkalische Druckelektrolyse kommen. Dr. Eric Rüland, Vice President Sales & Products bei RCT Hydrogen, beschreibt sie als eine robuste Technologie, die unter den sonnigen Bedingungen Portugals effizient und zuverlässig Wasserstoff produzieren wird. Zudem ist sie nach Angaben des Unternehmens TÜV-zertifiziert. Die Durchführung relevanter Fertigungsschritte ist in Deutschland und Europa geplant.
An dem Projekt ist auch der Elektrolyseurhersteller Jiang Guofu Hydrogen Energy Technology & Equipment (Guofuhee) beteiligt. Das chinesische Unternehmen soll kostenoptimierte Komponenten liefern.
Die Auslieferung des Elektrolyseurs nach Portugal soll noch 2026 beginnen. Als Start der Wasserstoffproduktion ist dann der Sommer 2027 vorgesehen.
Tankstellennetz für grünen Wasserstoff geplant
Auftraggeber des Projekts ist die Beyond Green Lda. Der portugiesische Projektentwickler fokussiert sich auf den Energiesektor, einschließlich auf die Erzeugung, Speicherung und Nutzung von grünem Wasserstoff. Eingebettet ist das Projekt „Green Hydrogen Sines“ in den „Sines Green Hydrogen Valley“ (SinesH2GValley). SinesH2GValley ist das erste Zentrum für grünen Wasserstoff in Portugal. Es hat ein vollständig dekarbonisiertes Energiesystem zum Ziel und entwickelt dafür verschiedene Projekte.
Neben der Wasserstoffproduktion plant Beyond Green den Aufbau der nachgelagerten Infrastruktur. Dazu gehörten ein Tankstellennetz für grünen Wasserstoff sowie Ladestationen für Elektrofahrzeuge, die mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden sollen. Damit will das Unternehmen gleich zwei Herausforderungen angehen: die begrenzte Verfügbarkeit von Wasserstofftankstellen sowie die wachsende Nachfrage nach leistungsstarken Ladenetzen für Elektrofahrzeuge.







