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Direct Air Capture mit H2-Produktion: Kanadisches Unternehmen kauft System von Essener Start-up

Der kanadische Projektierer Deep Sky hat einen Vertrag mit dem Start-up Greenlyte Carbon Technologies geschlossen. Ziel ist, in Kanada eine Direct Air Capture (DAC) Anlage mit integrierter Wasserstoffproduktion zu installieren. Sie soll ab 2025 CO2 im Gigatonnenmaßstab aus der Luft abscheiden.

von | 22.01.24

Rendering der geplanten DAC-Anlage Alpha One im kanadischen Québec
© Deep Sky Climate/Carl Robichaud
Direct Air Capture

22. Januar 2024 | Der kanadische Projektierer Deep Sky hat einen Vertrag mit dem Start-up Greenlyte Carbon Technologies (GCT) geschlossen. Ziel ist, in dem von Deep Sky geplanten „Alpha Lab“ in der Provinz Québec bis 2025 ein von GCT entwickeltes Direct Air Capture (DAC)-System mit integrierter Wasserstoffproduktion zu installieren. Gemeinsam mit anderen Systemen soll es dafür sorgen, dass das Alpha Lab perspektivisch bis zu einer Gigatonne CO2 im Jahr aus der Luft saugen kann.

Das geplante Direct Air Capture-System von GCT soll als rund 100 t CO2  jährlich aus der Luft entfernen können. Deep Sky will es 2025 als Teil seines Alpha Labs, in dem verschiedene Systeme zur CO2-Abscheidung unterschiedlicher Unternehmen untersucht werden, an einem „strategisch günstigen Standort“ in der Provinz Québec installieren. Für seinen Betrieb will der Projektierer die großen Wasserkraftwerke sowie das Windpotenzial der Region nutzen. Die so mit erneuerbaren Energien betriebene Anlage liege zudem in einem Gebiet mit den für die Kohlenstoffabscheidung und -speicherung erforderlichen geologischen Gegebenheiten.

Betreiber Deep Sky wäre nach der Inbetriebnahme von AlphaLab das nach eigenen Angaben weltweit erste Unternehmen, das Kohlenstoffabscheidung im Gigatonnenmaßstab durchführt. Dabei sammelt es unter anderem Daten über die Kohlendioxidabscheidung (CDR) der Anlage, den Energieverbrauch und anderes. Ziel der Partner ist die Validierung der Technologie für den kommerziellen Einsatz in Kanada. Das nordamerikanische Land soll laut Unternehmen zu einem „weltweit führenden Zentrum für die Kohlenstoffabscheidung“ werden.

Damien Steel, der CEO des von der kanadischen Regierung geförderten Unternehmens, zeigte sich erfreut über die Kooperation. Die Technologie von GCT könne CO2 „mit dem geringsten Energieaufwand“ aus der Luft saugen. Die Kunden von Deep Sky erwerben daraufhin Kohlenstoffzertifikate beim Unternehmen, um ihre selbstgesteckten oder gesetzlich verordneten Emissionsziele zu erreichen.

Das Verfahren besteht aus drei Hauptschritten: (1) Absorption in einer flüssigen Sorptionsmittellösung, (2) Ausfällung als Hydrogencarbonat und (3) Desorption durch Elektrolyse (Quelle: Greenlyte Carbon Technologies)

Das Verfahren besteht aus drei Hauptschritten: (1) Absorption in einer flüssigen Sorptionsmittellösung, (2) Ausfällung als Hydrogencarbonat und (3) Desorption durch Elektrolyse (Quelle: Greenlyte Carbon Technologies)

CO2-Abscheidung bei gleichzeitiger Wasserstoffproduktion

Greenlyte Carbon Technologies ist aus der Kooperation von zwei Unternehmern und einem DAC-Forscher der Universität Duisburg-Essen hervorgegangen. Nach der Inbetriebnahme des Systems im Alpha Lab in Québec wollen die Partner seine Leistung kontinuierlich überwachen.

Die Technologie des Essener Start-ups kann CO2 aus der Umgebungsluft abscheiden und zugleich Wasserstoff erzeugen. Das aufgefangene CO2 wandelt Greenlyte in Salz um, das in einem Elektrolyse-Verfahren für die Produktion konzentrierter CO2– und Wasserstoffströme genutzt wird. Diese lassen sich wiederum verwenden, um fossile Brennstoffe zu ersetzen und negative Emissionen zu erzeugen.

Der CEO von GCT Florian Hildebrand unterstrich, dass das Entfernen von CO2 aus der Atmosphäre einen wichtigen Beitrag zur Verlangsamung des Klimawandels leiste.

(Quelle: Deep Sky/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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