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duisport und Lhyfe planen erste Wasserstoffanlage im Duisburger Hafen

Noch zwei Jahren bis zum grünen Wasserstoff aus Duisburg? duisport und die Lhyfe GmbH prüfen den Bau der laut Unternehmen "ersten" größeren Elektrolyseanlage im Duisburger Hafen. Die Duisburger Verkehrs- und Versorgungsgesellschaft (DVV), die Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD) und das Duisburg Gateway Terminal (DGT) wollen den Wasserstoff lokal verwenden. Dazu haben alle beteiligten Partner nun eine Absichtserklärung unterzeichnet.

von | 26.06.23

Blick auf den Duisburger Hafen: Wird hier bald auch in großem Maße Wasserstoff produziert?
© sutthinon602 - stock.adobe.com

DIe Projektpartner fungieren gleichzeitig als Abnehmer des nach eigenen Angaben 100%-ig grünen Wasserstoffs: Die DVV werde ihn für Wasserstoffbusse, die WBD für Müllfahrzeuge und duisport für die hafeninterne Logistik und den Betrieb des DGT verwenden.

Zur Realisierung hat Lhyfe die Duisburg Hydrogen GmbH gegründet. Zunächst werde eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Die Wasserstoffproduktionsanlage soll mit bis zu 20 MW arbeiten und im Außenhafen in Duisburg-Hochfeld auf einem Grundstück der Duisburger Hafen AG entstehen. Die Inbetriebnahme könnte bis Mitte 2025 erfolgen.

„Der Bau des ersten großen Elektrolyseurs im Duisburger Hafen wäre ein Meilenstein auf dem Weg zur Dekarbonisierung der heimischen Wirtschaft und Industrie“, sagt duisport-CEO Markus Bangen. „Gleichzeitig lösen wir unser Versprechen ein, mit dem Duisburg Gateway Terminal nicht nur das größte Containerterminal im europäischen Hinterland zu bauen, sondern es auch komplett klimaneutral zu betreiben.“

8 t Wasserstoff pro Tag

Die Elektrolyseanlage wolle man ausschließlich mit erneuerbaren Energien speisen. So könnten täglich 8 t grüner Wasserstoff produziert und passgenau zur Verfügung gestellt werden werden.

„Unsere Projektierung erfolgt in einem sehr engen Austausch mit den Beteiligten. Diese Art der Wasserstoffentwicklung schafft individuelle und maßgeschneiderte Projekte, aus deren Expertise wir weiteren Kunden erfolgreich einen Weg aus den fossilen Energien aufzeigen können“, so Luc Graré, Head of Central & Eastern Europe der Lhyfe GmbH.

Die Machbarkeitsstudie werde zeigen, inwiefern die lokale Umstellung auf grünen Wasserstoff bereits heute in umsetzbar ist.

Dezentrale Wasserstoff-Infrastruktur

Unterstützung erhält Lhyfe dabei vom lokalen Versorgungsunternehmen, wie Marcus Vunic, Geschäftsführer der DVV, erklärt:

„Die Netze Duisburg sorgen mit einer Netzerweiterung für die erforderliche Infrastruktur, die Stadtwerke Duisburg als führender, regionaler Energieversorger sichern über eine Liefervereinbarung den benötigten Grünstrom zu und gleichzeitig nutzen wir mit der DVG den Wasserstoff für unsere Brennstoffzellen-Busflotte im ÖPNV.“

Thomas Patermann, Vorstandssprecher der WBD, ergänzt:

„Mit der entstehenden Elektrolyseanlage im Duisburger Hafen können die Wirtschaftsbetriebe Duisburg kurze Wege gehen, um ihre wasserstoffbetriebenen Fahrzeuge mit grünem Wasserstoff zu befüllen. Das Projekt ist ein hervorragendes Bespiel dafür, wie partnerschaftliches Handeln in Duisburg funktioniert. Gut für unsere Kundinnen und Kunden und ein weiterer Beitrag zum Klimaschutz“

„Lokale Erzeugung für lokale Abnahme“

Um die Wasserstofffahrzeuge optimal mit dem grünen Wasserstoff versorgen zu können, greifen die Beteiligten auf die bestehende Infrastruktur zurück. Lhyfe helfe DVV und WBD bei der Umstellung ihrer Flotte.

Alexander Garbar, Leiter Unternehmensentwicklung und Strategie bei duisport:

„Lokale Erzeugung für lokale Abnahme: Wir schaffen hier eine ideale Lösung für den Standort Duisburg und Duisburger Unternehmen. Gemeinsam werden wir alle Anstrengungen unternehmen, damit die Anlage so schnell wie möglich in Betrieb gehen kann und alle beteiligten Partner mit lokal erzeugtem grünen Wasserstoff versorgt werden.“

 

(Quelle: duisport/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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