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DWV: HyMobility legt Eckpunktepapier zur Verkehrswende mit Wasserstoff vor

Die DWV-Fachkommission HyMobility hat ihr erstes Eckpunktepapier zur Transformation der Mobilität in Deutschland vorgestellt.

von | 11.04.23

Laut DWV-Eckpunktepapier müssen in Deutschland bis 2030 200.000 Brennstoffzellen-LKW zugelassen werden, um die Klimaziele zu erreichen
© fotomek - stock.adobe.com

11. April 2023 | Die DWV-Fachkommission HyMobility hat ihr erstes Eckpunktepapier zur Transformation der Mobilität in Deutschland vorgestellt. Das Papier mit dem Titel „Die Transformation der Mobilität in Deutschland – Grundlagen für den Aufbau der Brennstoffzellen-Mobilität und der Wasserstoff-Wirtschaft!“ zeigt auf, wie der Mobilitätssektor in Deutschland von dem Energieträger Wasserstoff profitieren kann.

Das Papier zeigt, dass Wasserstoff als Energieträger im Mobilitätssektor eine zentrale Rolle spielen kann. Vor allem in einer Industrienation wie Deutschland werde grüner Wasserstoff das Rückgrat für die witterungsunabhängige Bereitstellung von Energiemengen in TWh unverzichtbar sein.

200.000 Brennstoffzellen-Lkw notwendig

Die im Eckpunktepapier zitierten Studien kommen zu dem Ergebnis, dass die Klimaziele der Bundesregierung nur unter Einbeziehung von grünem Wasserstoff erreicht werden können. Ein Beispiel: Bis 2030 müssten mindestens 200.000 Brennstoffzellen-Lkw (N3/>12t) in Deutschland mit grünem Wasserstoff betrieben werden.

Eine wichtige Voraussetzung hierfür sei die Umsetzung der Handlungsempfehlungen der HyMobility-Kommission auf nationaler und europäischer Ebene. Dies könne eine rechtliche und wirtschaftliche Planungssicherheit entlang der Wertschöpfungskette gewährleisten.

Klimaziele erreichen, Wettbewerbsfähigkeit erhalten

„Die Transformation der Mobilität in Deutschland ist ein wichtiges Thema, das uns alle angeht. Mit dem ersten Eckpunktepapier möchten wir einen konstruktiven Beitrag zur Diskussion leisten und wichtige Handlungsempfehlungen geben, um die Klimaziele im Verkehrssektor erreichen zu können.

 

Wir sind davon überzeugt, dass eine Wasserstoff-BZ-Mobilität in Deutschland umgesetzt werden muss, um gleichzeitig die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Mobilitätsbranche und der grünen Wasserstoffindustrie zu erhalten“, sagte Sebastian Kobbelt, Projektleiter HyMobility, bei der Vorstellung des Eckpunktepapiers.

Zum Eckpunktepapier der HyMobility-Kommission

HyMobility-Treffen auf dem DEKRA-Lausitzring

Das Eckpunktepapier stellte die DWV-Fachkommission bei ihrem 3. Sektorentreffen am 30.03. auf dem DEKRA Lausitzring vor. Über 130 Fachteilnehmer:innen aus Politik und Wirtschaft kamen hier zusammen, um über die Zukunft der Brennstoffzellen-Mobilität zu diskutieren

Neben Rundgängen konnten die Teilnehmenden die neuesten Wasserstoff-Fahrzeuge bei Testfahrten erleben und sich in Panel-Diskussionen über die Sicherung der Versorgung im Nutz- und Schwerlastsektor mit Brennstoffzellen sowie die Erreichung der verbindlichen Klimaziele mit Brennstoffzellen-Fahrzeugen austauschen.

Das Projekt HyMobility fördert das BMDV im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie mit insgesamt 1.438.600 €. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PTJ) umgesetzt.

Zur offiziellen Website der Fachkommission gelangen Sie hier.

(Quelle: DWV/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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