E-TAC Elektrolyse: Israelisches Start-up schließt internationale Partnerschaft

Das israelische Unternehmen H2Pro hat mit der japanischen Sumitomo Corporation (SC) ein Abkommen über die Zusammenarbeit bei mehreren Projekten für grünen Wasserstoff geschlossen. H2Pro produziert die neuartige E-TAC-Elektrolysetechnologie, die nach eigenen Angaben einen Wirkungsgrad von 95 % besitzt.

von | 13.03.23

13. März 2023 | Das israelische Unternehmen H2Pro hat mit der japanischen Sumitomo Corporation (SC) ein Abkommen über die Zusammenarbeit bei mehreren Projekten für grünen Wasserstoff geschlossen. H2Pro produziert die neuartige E-TAC-Elektrolysetechnologie, die nach eigenen Angaben einen Wirkungsgrad von 95 % besitzt.

H2Pro schließt weltweit Partnerschaften mit Industrieunternehmen. Nun soll auch der Mischkonzern Sumitomo, eines der 30 größten Unternehmen Japans, die E-TAC-Elektrolyseure von H2Pro in großem Stil nutzen. Haupteinsatzgebiet seien grüne Ammoniakprojekte. Das 2019 gegründete Start-up bezeichnet die Vereinbarung als „wichtigen strategischen Schritt“ zur Skalierung seiner Technologie.

H2Pro und SC bei der Vertragsunterzeichnung in der SC-Zentrale in Tokio (Quelle: H2Pro)

Bis 2024 strebt H2Pro eine kommerzielle Produktion von etwa 10 t grünen Wasserstoffs pro Tag in Europa und im Nahen Osten an. Die Sumitomo Corporation will das H2Pro-Demonstrationsprojekt in Israel und die weltweite Verbreitung der H2Pro-Produkte unterstützen, um in den späten 2020er Jahren „mehrere Hundert Tonnen“ grünen Wasserstoffs pro Tag produzieren zu können.

Darüber hinaus wird die Sumitomo Corporation H2Pro mit verschiedenen Teilen beliefern, die für die Produktion der Anlagen erforderlich sind. Sumitomo Corporation und H2Pro ziehen auch die gemeinsame Herstellung von Anlagen zur Produktion von grünem Wasserstoff in Betracht.

E-TAC Technologie

H2Pro hat eine neue Wasserelektrolyse zur Wasserstofferzeugung entwickelt, die „E-TAC“ ( Electrochemical, Thermally Activated Chemical). Bei der konventionellen Wasserelektrolyse werden Sauerstoff und Wasserstoff gleichzeitig erzeugt, daher muss verhindert werden, dass sie sich miteinander vermischen. Dazu verwendet man in der Regel eine Sequestrationsmembran, für die Edelmetalle benötigt werden, was zu hohen Kosten führt.

Die „E-TAC“-Technologie verwendet hingegen Elektroden, um Sauerstoff und Wasserstoff getrennt zu erzeugen. Dadurch entfällt nach Angaben des Herstellers die Notwendigkeit einer Membran, was die Effizienz der Elektrolyse erheblich verbessere. Zudem sei die Struktur der „E-TAC“-Anlage einfacher und effizienter als bestehende Anlagen, was eine kostengünstigere Wasserstoffproduktion ermögliche.

Funktionsweise der E-Tac Elektrolyse im Vergleich zur klassischen Elektrolyse (Quelle: H2Pro)

Wasserstoff in Japan

Japan, das keinen kontinuierlichen Zugang zu lokalen erneuerbaren Energien wie Solar- und Windenergie hat, ist bei der Dekarbonisierung verschiedener Sektoren stark auf grünen Wasserstoff und Ammoniak angewiesen. SC plant daher umfangreiche Investitionen in Wasserstofftechnologie.

Yoshihiko Ichikawa, General Manager der Wasserstoffabteilung von SC, erklärt:

„Grüner Wasserstoff wird eine entscheidende Rolle in Japans Dekarbonisierungsstrategie spielen. Bei der Sumitomo Corporation bereiten wir uns auf diesen Übergang vor, indem wir daran arbeiten, die effizientesten Mittel zur Herstellung von grünem Wasserstoff in unsere Pipeline für saubere Energie einzubauen. Unsere Partnerschaft mit H2Pro treibt diese Vision weiter voran.“

Weitere Informationen zur E-TAC Technologie Sie hier.

(Quelle: H2Pro/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

E-Tac Elektrolyseur (Quelle: H2Pro)

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