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Ein Jahr „H2 kommunal“: Zukunft Gas zieht Bilanz

Mit der Plattform H2 kommunal hat der Verband Zukunft Gas e.V. vor einem Jahr ein Dialogforum für den Austausch zwischen kommunalen und regionalen Energieversorgern begründet. Nun zieht der Branchenverband Bilanz.

von | 27.02.23

Das Angebot von H2 kommunal richtet sich an kommunale und regionale Energieversorgungsunternehmen (Quelle: Zukunft Gas e.V.)

27. Februar 2023 | Mit der Plattform H2 kommunal hat der Verband Zukunft Gas e.V. vor einem Jahr ein Dialogforum für den Austausch zwischen kommunalen und regionalen Energieversorgern begründet. Nun zieht der Branchenverband Bilanz.

Zum einjährigen Bestehen seiner Plattform H2 kommunal zieht der Branchenverband Zukunft Gas ein positives Fazit. Mit 35 Mitgliedern zähle die Plattform bereits zu den wichtigsten Netzwerke zum Thema Wasserstoff in den Regionen.

Kernthemen der Plattform H2 kommunal waren im ersten Jahr neben den Rahmenbedingungen für den Wasserstoffhochlauf, Marktverfügbarkeiten unterschiedlicher Technologien für die Wasserstoffnutzung in Industrie, Mobilität und Gebäuden sowie die kontinuierliche Reflektion der Erfahrungen bei der Entwicklung und Umsetzung konkreter Wasserstoffvorhaben.

Immer mehr Stadtwerke berücksichtigen Wasserstoff

Immer mehr Stadtwerke haben Wasserstoff in ihre Planungen integriert. In der Folge entstehen konkrete Projekte zu Produktion, Transport in den Verteilnetzen und zur Wasserstoffnutzung in unterschiedlichen Anwendungen. Auch die Angebotsseite wachse stetig. Hersteller erweiterten ihr Portfolio um wasserstoffbasierte Anwendungstechnologien und Elektrolyseanlagen. Parallel nehmen auch die Wasserstoffproduktion in den Regionen sowie die professionelle Beschaffung immer deutlichere Züge an.

„Wir sehen jeden Tag große Fortschritte im Aufbau der Wasserstoffwirtschaft in allen Sektoren. Insbesondere 2023 wird die Geschwindigkeit des Hochlaufs aufgrund einer Vielzahl an Projekten noch einmal spürbar anziehen“, erklärt Dr. Timm Kehler, Vorstand von Zukunft Gas.

 

„Umso wichtiger ist, dass die kommunale und regionale Handlungsebene diesen Schritt mitgeht. Dafür bieten wir mit der Plattform H2 kommunal seit einem Jahr eine wertvolle Anlaufstelle.“

Die Initiative konnte laut Zukunft Gas in den vergangenen zwölf Monaten Partner aus den Regionen zusammenbringen und ein interdisziplinäres Netzwerk aufbauen. Konzipiert wurde sie vor allem zum Wissens- und Erfahrungsaustausch zum Thema Wasserstoff.

Politik sollte kommunale Wasserstoffprojekte stärker berücksichtigen

Stadtwerke können als kommunale Energieversorger vor Ort Projekte ausrollen und skalierbare Erfahrungen im Praxisbetrieb sammeln. Ihr operatives und technisches Know-How sollen in die Plattform eingehen, um die Basis für ein kommunales Kompetenznetzwerk zu schaffen.

Allerdings dürfe die Gesetzgebung nicht nur Großabnehmer in der Industrie ins Auge fassen, damit kommunale Wasserstoffprojekte „endlich auf die nächste Stufe“ gehoben werden können.

Timm Kehler:

„Wir dürfen beim Thema Wasserstoff nicht immer nur auf die große politische Bühne schauen, sondern müssen den Fokus auf Produktion und Anwendungen auch vor Ort legen. Die Kommunen und Landkreise stehen nicht nur in den Startlöchern, sondern legen bereits konkret Hand an, um die Wasserstoffwirtschaft von morgen zu entwickeln.

 

Mit dem delegierten Rechtsakt für grünen Wasserstoff ist ein wichtiger Meilenstein auf europäischer Ebene endlich gesetzt worden, nun müssen auch die weiteren Rahmenbedingungen – insbesondere die Regulatorik für Wasserstoffnetze – zügig etabliert werden.“

Zur Webseite der Plattform https://h2kommunal.gas.info/ verfügbar.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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