Generic filters
Exact matches only
FS Logoi

Elektrolyse-Anlagen: Produktion in Saarbrücken startet im Juni

Der Anlagenhersteller RCT GH Hydrogen GmbH und das Maschinenbauunternehmen Brück GmbH haben eine Kooperation über die Produktion von Wasserstoff-Technologien vereinbart. Ab Juni 2026 will RCT GH Hydrogen in Saarbrücken bei Brück Elektrolyse-Stacks herstellen – die Vorbereitungen dazu würden bereits laufen. Die Elektrolyseure sind für die industrielle Wasserstofferzeugung vorgesehen.

von | 05.05.26

Die Brück GmbH hat ihren Sitz in Saarbrücken-Ensheim.
© RCT GH Hydrogen GmbH
Elektrolyse-Anlagen Produktion in Saarbrücken startet im Juni

Den Start der Produktion markiere die Montage eines 5 MW Elektrolyseurs, der Teil einer Elektrolyse-Anlage mit einer Jahreskapazität von 250 MW sei.

Unternehmen produzieren H2 direkt vor Ort

Die Anlagen sollen als „Hydrogen-as-a-Service“-Modell eingesetzt werden. Dieses Modell sieht vor, dass Unternehmen am Standort Wasserstoff produzieren, der direkt vor Ort genutzt wird. Nach Unternehmensangaben soll die Industrie somit unabhängig von Energiepreisen und fossilen Rohstoffen werden. Hergestellt werden soll der grüne H2 mittels alkalischer Druckelektrolyse.

Alkaline-Electrolyzer_5MW

5 MW Elektrolyseur © RCT GH Hydrogen GmbH

Auch am Standort der Produktion in Saarbrücken ist eine Elektrolyse-Demonstrationsanlage mit einer Leistung von 2,5 MW geplant. Laut Dr. Frederic Scholl, Leiter der Unternehmensentwicklung bei Brück, könnte der Wasserstoff Erdgas für die Hochtemperaturprozesse in der Produktion ersetzen. Der H2 würde so zum Beispiel in der industriellen Produktion von Stahlschmiedeteilen eingesetzt werden.

Erste Inbetriebnahme für 2026 geplant

Laut Unternehmensangaben sind die Technologien TÜV-geprüft. Zudem sollen die Herstellungskosten unter anderem durch den Einsatz von kostenoptimiertem Produktionsmaterialien sinken. Diese würden im Rahmen der Kooperation zwischen RCT GH Hydrogen und dem Hersteller von Wasserstofftechnologien Jiangsu Guofu Hydrogen Energy Equipment Co. Ltd. (Guofuhee) von dem chinesischen Unternehmen bereitgestellt werden.

Die erste Elektrolyse-Anlage soll noch im Jahr 2026 zu einem deutschen Industrieunternehmen geliefert und dort in Betrieb genommen werden. Laut Unternehmensangaben sind derzeit außerdem weitere Anlagen mit einer Elektrolyse-Leistung von über 30 MW in Planung.

 

(Quelle: RCT GH Hydrogen GmbH/2026)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

H2-Projekte in Ihrer Region

Mehr als 300 Wasserstoff-Projekte in Deutschland und Europa

Hier geht's zur interaktiven Karte

„Wer jetzt zweifelt, verhindert Milliarden-Investitionen“
„Wer jetzt zweifelt, verhindert Milliarden-Investitionen“

Hamburg gilt als eine der vielversprechendsten Wasserstoff-Modellregionen Deutschlands, denn die Stadt vereint auf engem Raum die gesamte H₂-Wertschöpfungskette. Dabei entsteht keine Insellösung, sondern eine offene Infrastruktur, in die zunächst der Hamburger Green Hydrogen Hub und später potenziell auch über Terminals und das Kernnetz Wasserstoff einspeisen und so ein breites Ökosystem an Abnehmern versorgen kann. Jan Rispens, Geschäftsführer des Clusters Erneuerbare Energien Hamburg, erklärt im exklusiven Interview mit H2News, wie sein Netzwerk den Wasserstoffhochlauf in der Metropolregion aktiv mitgestaltet und warum der Rückgang des Hypes kein Rückschlag ist.

mehr lesen
EU fördert H2-Infrastruktur: 600 Millionen Euro für grenzüberschreitende Energieprojekte
EU fördert H2-Infrastruktur: 600 Millionen Euro für grenzüberschreitende Energieprojekte

Die Europäische Kommission hat am 30. April einen neuen Förderaufruf für grenzüberschreitende Energieinfrastrukturprojekte gestartet. Über das Programm CEF (Connecting Europe Facility) stehen insgesamt 600 Millionen Euro für Studien und Bauarbeiten zur Verfügung. Der Aufruf richtet sich an Vorhaben der aktualisierten Liste der Projekte von gemeinsamem Interesse (PCI) und der Projekte von gegenseitigem Interesse (PMI). Diese umfasst unter anderem 100 Wasserstoffprojekte.

mehr lesen
350 Millionen Euro Bundesmittel treiben Deutschlands größte eSAF-Anlage in Schwedt an
350 Millionen Euro Bundesmittel treiben Deutschlands größte eSAF-Anlage in Schwedt an

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke haben den Förderbescheid für das Projekt „Brandenburg eSAF“ übergeben. Dabei soll in Schwedt die größte deutsche Produktionsanlage für elektrische nachhaltige Flugkraftstoffe (eSAF) entstehen. Die Anlage soll ab 2030 jährlich mehr als 30.000 Tonnen eSAF produzieren. Die Menge entspricht rund einem Viertel der deutschen eSAF-Beimischungspflichten. Bund und Land Brandenburg fördern das Projekt mit 350 Millionen Euro. 

mehr lesen

H2 Talk

„Wer jetzt zweifelt, verhindert Milliarden-Investitionen“ Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH)
„Ab 2026 könnten wir über den THG-Quotenhandel 15 Euro pro Kilogramm Wasserstoff erzielen“
„Wasserstoff ist in der industriellen Prozesswärme eine ‚No-Regret-Option‘“

Publikationen