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AEM-Elektrolyseur wird Teil von Europas größtem EE-Projekt

Der Berliner Elektrolyseurhersteller Enapter hat vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eine Bestellung für einen AEM-Elektrolyseur mit 500 kW Leistung erhalten. Dort soll er im nach eigenen Angaben größten Forschungsprojekt für erneuerbare Energien in ganz Europa zum Einsatz kommen. Außerdem meldet der Hersteller eine weitere Bestellung für einen Hydrogen Hub in Kanada.

von | 12.06.24

Der AEM Nexus 500
© Enapter AG
AEM-Elektrolyseure

12. Juni 2024 | Der Elektrolyseur-Hersteller Enapter hat vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eine Bestellung für einen AEM-Elektrolyseur mit 500 kW Leistung erhalten. Dort soll er im nach eigenen Angaben größten Forschungsprojekt für erneuerbare Energien in ganz Europa zum Einsatz kommen. Außerdem meldet das Unternehmen eine weitere Bestellung für einen Hydrogen Hub in Kanada.

Der mit dem Elektrolyseur vom Typ AEM Nexus 500 hergestellte Wasserstoff soll in verschiedenen Testszenarien zur Sektorenkopplung Anwendung finden, meldete das Enapter am Dienstag (11. Juni). Dazu zählten etwa Abwärme-Anwendungen. Zudem werde der Nexus 500 „mehrere Pilotanlagen“ mit grünem Wasserstoff versorgen.  In dem Elektrolyseur sind laut Enapter mehrere Dutzend AEM Elektrolyse-Stacks zusammengeschaltet. Täglich könne er rund 225 Kilogramm Wasserstoff mit einer Reinheit von 99,999 % produzieren.

Für das Energy Lab-Projekt in Karlsruhe kooperiert das KIT mit den Helmholtz-Zentren, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie dem Forschungszentrum Jülich. Zusammen untersuchen die Institute hier die „intelligente Verknüpfung umweltfreundlicher Energieerzeugungs-, Speicher- und Bereitstellungsmöglichkeiten“. Zudem werden auf Basis realer Verbraucherdaten Energiesysteme der Zukunft simuliert und getestet.

Das Ziel: Transport, Verteilung, Nutzung und Speicherung von erneuerbarem Strom zu verbessern und damit die Grundlage für die Energiewende zu schaffen. Gefördert wird das Energy Lab von den Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF), Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) sowie dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK).

Weitere Order aus Kanada

Des Weiteren meldet der Hersteller eine weitere Bestellung für einen AEM Nexus 500 aus Kanada. Hier soll der Elektrolyseur im Forschungsprojekt „Clean Hydrogen Hub“ der Simon Fraser Universität in Burnaby, British Columbia. Der produzierte Wasserstoff komme hier lokalen Industrieunternehmen und Forschenden zugute.

Weiterhin soll das kanadische Vorhaben der Öffentlichkeit das Thema Wasserstoff näherbringen und die Treibhausgasemissionen der Provinz British Columbia senken. Verantwortlich für die Umsetzung ist Enapters Integrationspartner und Kunde Ensol Systems. Die Inbetriebnahme des AEM Nexus 500 ist für das vierte Quartal 2025 geplant. Das Forschungsprojekt erhält 10 Millionen CAD Unterstützung von der Pacific Economic Development Agency of Canada, einer Wirtschaftsentwicklungsagentur unter dem Dach der kanadischen Regierung.

Enapter-CEO Jürgen Laakmann sagte, dass die Elektrolyseure seines Unternehmens „höchsten Qualitätsansprüchen“ erfüllten: „Das ist der Grund, warum Bestandskunden nach ihren ersten Erfahrungen mit unseren kompakten Singlecore-Geräten der EL-Klasse jetzt vermehrt Großgeräte im Megawattbereich bestellen. Unsere AEM-Technologie hat ihre Vorteile in der Praxis bereits erwiesen.“

AEM-Elektrolyseur

Aufbau des Nexus 500 (© Enapter)

 

(Quelle: Enapter/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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