EnBW setzt auf Stade für LNG- und Wasserstoffimport

08. Dezember 2022 | EnBW wird ab Inbetriebnahme jährlich drei Mrd. m³ LNG über den Hanseatic Energy Hub in Stade importieren. Zudem erhält der Konzern die Möglichkeit, perspektivisch auf Ammoniak als wasserstoffbasierten Energieträger umzusteigen. Diese Option steht allen Kunden des Hanseatic Energy Hubs mit einem Vertrag von mehr als 10 Jahren offen. Die Kapazitäten wurden […]

von | 08.12.22

Die jetzt noch mit LNG beladenen Tanker könnten bald Wasserstoff transportieren
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LNG

08. Dezember 2022 | EnBW wird ab Inbetriebnahme jährlich drei Mrd. m³ LNG über den Hanseatic Energy Hub in Stade importieren. Zudem erhält der Konzern die Möglichkeit, perspektivisch auf Ammoniak als wasserstoffbasierten Energieträger umzusteigen. Diese Option steht allen Kunden des Hanseatic Energy Hubs mit einem Vertrag von mehr als 10 Jahren offen.

Die Kapazitäten wurden in den vergangenen Tagen im Rahmen eines Vermarktungsprozesses langfristig verbindlich gebucht und leisten einen signifikanten Beitrag zur Versorgungssicherheit Deutschlands mit bezahlbarer Energie.

„Bei der EnBW arbeiten wir mit Hochdruck an der Transformation von fossilen Energieträgern wie Kohle zu nichtfossilen Energieträgern wie Wasserstoff. Die Zusammenarbeit mit dem Hanseatic Energy Hub fügt sich sehr gut in unsere Bestrebungen bis 2035 klimaneutral zu werden“, erklärt Georg Stamatelopoulos, Vorstand für Nachhaltige Erzeugungs-Infrastruktur bei der EnBW.

 

„Zunächst stellen wir die Versorgungssicherheit mit Hilfe der LNG-Importe aus dem Terminal in Stade sicher und können langfristig Erdgas durch klimaneutralen, grünen Wasserstoff substituieren.“

Baukastensystem für die Energiewende

Der Hanseatic Energy Hub ist ein zukunftsflexibles Baukastensystem für die grüne Energiewende, das die vielfältigen Möglichkeiten der Energieregion Stade nutzt. Terminal, Hafen, Industriepark und Anschlussinfrastruktur sind so ausgelegt, dass eine Umstellung modular erfolgen kann. Haupttanks, Rohrleitungen und sonstige unbewegliche Teile werden Ammoniak-ready in Betrieb genommen.

Die Fundamente sind statisch bereits so ausgelegt, dass sie eine höhere Last aufnehmen können. Zudem wurden zusätzliche Flächen im Industriepark für separate Ammoniaktanks reserviert, um den Markhochlauf von Beginn an begleiten zu können.

„EnBW zeigt seit langem, wie ein kluger Umbau der Energieversorgung funktioniert. Wir freuen uns, dass der Hanseatic Energy Hub künftig für EnBW zum zentralen Energieimporthafen wird“, so Johann Killinger, Geschäftsführer und Mitgesellschafter des Hanseatic Energy Hubs.

 

„Unser Baukastensystem und unser kommerzielles Angebot geben uns in Stade die notwendige Flexibilität, um maßgeblich zur Versorgungssicherheit beizutragen und parallel den Wasserstoffhochlauf in Deutschland zu begleiten.“

Ammoniak bevorzugt

Sowohl EnBW als auch HEH setzen auf Ammoniak als Transportmittel für Wasserstoff, da Handling, Transport und Speicherung über viele Jahre erprobt sind. Ammoniak ist eine der am meisten hergestellten Chemikalien weltweit und vielfältig einsetzbar.

Nach dem Transport kann es zu Wasserstoff rückverwandelt oder direkt als CO₂-neutraler Brenn- oder Treibstoff eingesetzt werden. Entsprechende Technologien machen rasche Fortschritte. Die Mitverbrennung von bis zu 20 % Ammoniak ist in kleineren Kraftwerken und Öfen bereits erfolgreich durchgeführt worden.

 

(EnBW/2022)

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