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EnBW vermarktet grünes Ammoniak aus Norwegen

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG hat mit der Vermarktung von 100.000 Tonnen grünem Ammoniak begonnen. Das Wasserstoffderivat kommt aus dem westnorwegischen Projekt Skipavika Green Ammonia (SkiGA) und zählt zu den ersten Anbietern von grünem Ammoniak. Ab 2027 soll das Derivat in den Mengen zur Verfügung stehen.

von | 01.08.24

Visualisierung der SkiGA Anlage
© Fuella AS / EnBW
Visualisierung der SkiGA Ammoniak Anlage

2026 will das norwegische Unternehmen die Ammoniakanlage in Betrieb nehmen. Die Anlage werde dann täglich bis zu 300 Tonnen des grünen Derivats produzieren. Der Produktionsstandort gilt als einer der ersten emissionsfreien Anlagen für grünes Ammoniak in Europa. Im Vergleich zu grauem Ammoniak spare die Produktion jährlich etwa 240.000 Tonnen CO₂ ein. Der geplante Elektrolyseur soll über eine Leistung von 130 Megawatt verfügen.

Die 100.000 Tonnen, die das deutsche Unternehmen vermarktet, könne die EnBW an verschiedene Orte liefern. Dazu zählen der Hafen von Skipavika, ausgewählte Terminals in Westeuropa und Industriestandorte in Deutschland. Interessierte Unternehmen können sich ab dem 26.07.2024 online für die Ausschreibung entsprechender Kapazitäten des baden-württembergischen Energiekonzerns registrieren.

Im SkiGA-Projekt wird lokal produzierter Grünstrom für die Ammoniakherstellung genutzt. Dafür hat der Betreiber Fuella Anfang Mai mit der Hafslund AS einen Stromabnahmevertrag (PPA) über 15 Jahre abgeschlossen. Der verwendete Grünstrom soll aus Wind- und Wasserkraft kommen.

SkiGA von der europäischen Wasserstoffbank gefördert

Der baden-württembergische Konzert kooperiert seit eigenen Angaben bereits 2023 mit dem norwegischen Betreiber Fuella. Die EnBW beteiligte sich mit 10 % an dem westnorwegischen Projekt. Dies sichere dem deutschen Unternehmen exklusive Rechte auf langfristige Abnahmeverträge.

Erst vor Kurzem erhielt das SkiGA-Projekt einen Zuschuss der europäischen Wasserstoffbank. Der Gebotspreis des Projekts liegt bei 0,48 Euro/kg. Damit ist eines der sieben Projekte, die im Rahmen der ersten Auktionsrunde für eine Förderung ausgewählt wurden.

Peter Heydecker, EnBW-Vorstand für nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur, betont die Bedeutung der Partnerschaft. Die gesicherten Mengen verschaffe der EnBW eine gute Position im Markthochlauf. Sie markieren einen weiteren Schritt zur kohlenstofffreien Energieversorgung.

(Quelle: EnBW/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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