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Energiefabrik auf Basis patentierter Wasserstoffsystemtechnik

In der Gemeinde Plate (Mecklenburg-Vorpommern) soll eine beispielhafte systemdienliche und skalierbare Energiefabrik entstehen. Die vorgesehene Energiefabrik basiert auf einer innovativen und weltweit patentierten Wasserstoffsystemtechnik, die durch Sektorenkopplung zudem die lokale und emissionsfreie Energieversorgung (Strom, Wärme Kälte) mit der Verkehrsmobilität durch die Herstellung von Wasserstoff in der Kombination mit regenerativen Kraftstoffen sowie chemischen Grundstoffen und Derivaten […]

von | 21.04.21

© Lübesse Energie GmbH
© Lübesse Energie GmbH

In der Gemeinde Plate (Mecklenburg-Vorpommern) soll eine beispielhafte systemdienliche und skalierbare Energiefabrik entstehen. Die vorgesehene Energiefabrik basiert auf einer innovativen und weltweit patentierten Wasserstoffsystemtechnik, die durch Sektorenkopplung zudem die lokale und emissionsfreie Energieversorgung (Strom, Wärme Kälte) mit der Verkehrsmobilität durch die Herstellung von Wasserstoff in der Kombination mit regenerativen Kraftstoffen sowie chemischen Grundstoffen und Derivaten verbindet.

Die Energiefabrik soll als dezentrales Back-Up-System zum Sicherstellen einer stabilen Versorgung ab 2025 je nach Bedarf sauber erzeugte Energieträger wie Strom, Wasserstoff oder Methan ein- und ausspeisen, das heißt, von Erzeugern in der Region abnehmen und an Abnehmer abgeben. Letztere können sie zum Beispiel auch als Wärme, Kälte, Treibstoff oder chemische Derivate und Produkte für die Industrie verwenden. Die dafür vorgesehenen Elektrolyseure sollen eine Anschlussleistung von rund 20 Megawatt haben.

Das Wirtschaftsministerium in Mecklenburg-Vorpommern unterstützt den Bau der dezentralen und emissionsfreien Energiefabrik in Lübesse mit 15 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium in Mecklenburg-Vorpommern stellt Mittel aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) zur Verfügung. „Das innovative Projekt steht für ein modellhaftes Energiemanagement zum Klimaschutz auf der kommunalen Ebene in Mecklenburg-Vorpommern. Auf diese Weise wird eine vollständige, von fossilen Energieträgern losgelöste, regionale Versorgung der Verbraucher mit regenerativem Strom und grüner Wärme ermöglicht. Wertschöpfungsketten werden verlängert“, betont Wirtschaftsminister Harry Glawe.

Regional und klimafreundlich erzeugte Energie

Der Bau der Energiefabrik soll im Herbst dieses Jahres beginnen. „Mit dem Projekt zeigen wir, dass wir Windstrom speicherbar und grundlastfähig machen können. Dies trägt auch dazu bei, dass die Akzeptanz für die Energiewende steigt. Zudem verzahnen wir die Stromwende mit der Verkehrs- und der Wärmewende“, sagt Bernd Jeske, Geschäftsführer der Lübesse Energie GmbH. Die Energiefabrik als so genannte Power-to-X-Anlage ermöglicht eine dezentrale und emissionsfreie Versorgung des Ortes Lübesse mit Strom und Wärme. Vor Ort nicht benötigte Energiemengen sollen zur Herstellung regenerativer Kraftstoffe, so genannter e-Fuels, und klimaneutraler Gase genutzt werden. Für die Unternehmen und Einwohner von Lübesse bietet das Vorhaben die Möglichkeit, regional und klimafreundlich erzeugte Energie direkt vor Ort zu nutzen und dabei von stabilen Energiepreisen zu profitieren.

Antrag auf IPCEI-Förderung gestellt

Die Exytron GmbH und Lübesse Energie GmbH haben zusammen mit 18 überwiegend industriellen und kommunalen Partnern aus den Niederlanden, Polen, Portugal und Deutschland beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) als Interessensbekundung eine Projektskizze im Rahmen der strategischen EU-Initiative „Important Projects of Common European Interest (IPCEI)“ zu der für Europa beispielhaften und multiplikationsfähigen Energiefabrik in Plate, in der Nähe von Schwerin, eingereicht.

 

(Quelle: Exytron)

 

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