Uniper bezieht künftig eSAF aus dem Projekt Endor im dänischen Vordingborg. Der Vertrag läuft über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren. Jährlich sollen 40.000 Tonnen eSAF geliefert werden. Nach Unternehmensangaben zählt die Vereinbarung zu den größten bislang angekündigten eSAF-Abnahmeverträgen in Europa.
Uniper-CEO Michael Lewis ordnete den Vertrag in die Entwicklung nachhaltiger Flugkraftstoffe ein: Es gehe darum, diese „vom Projektstadium in die industrielle Skalierung zu überführen“. Die Vereinbarung bringe langfristige Nachfrage und neues Angebot zusammen und schaffe damit Voraussetzungen für einen wettbewerbsfähigen europäischen eSAF-Markt.
Lieferbeginn hängt von Inbetriebnahme der Anlage ab
Der Vertrag ist rechtlich bindend. Der tatsächliche Lieferbeginn hängt jedoch von der Erfüllung vereinbarter Voraussetzungen ab, darunter die Inbetriebnahme der eSAF-Anlage in Vordingborg. Nach aktuellem Planungsstand sollen die Lieferungen Anfang der 2030er-Jahre starten.
Die vertraglich vereinbarte Menge entspricht dem jährlichen Treibstoffbedarf von rund 1.000 Boeing-787-9-Flügen zwischen Düsseldorf und Abu Dhabi. Für Arcadia eFuels schafft die Vereinbarung Planungssicherheit für den Bau und die Inbetriebnahme der Anlage. Für Uniper sichert sie den Zugang zu RFNBO-konformem eSAF und erweitert das Portfolio an CO₂-armen Energieprodukten.
Arcadia eFuels produziert eSAF im Power-to-Liquid-Verfahren. Grundlage sind erneuerbarer Strom, selbst erzeugter grüner Wasserstoff und abgeschiedenes CO₂. Im Vergleich zu konventionellem Flugkraftstoff sinken die Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus um bis zu 98 Prozent. Der Kraftstoff erfüllt die Anforderungen der EU-Verordnung ReFuelEU Aviation.
Politik und Diplomatie begleiten die Unterzeichnung
Die Unterzeichnung fand in Düsseldorf statt, begleitet von Vertretern aus Politik und Konsulat. Ministerin Mona Neubaur bezeichnete den Liefervertrag als „Baustein für eine klimaneutrale Zukunft“, der die Wettbewerbsfähigkeit Europas stärke. Langfristige Partnerschaften dieser Art sorgten für Planungssicherheit über Landesgrenzen hinweg, besonders in unsicheren Zeiten.
Auch die dänische Generalkonsulin Anette Galskjøt äußerte sich zu der Vereinbarung. Sie stärke die Beziehungen zwischen Deutschland und Dänemark und unterstütze die Energiewende sowie die Resilienz der europäischen Energieversorgung.









