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Energiekonzern sucht Abnehmer für Wasserstoff aus Lingen

Der Energiekonzern BP hat ein Interessenbekundungsverfahren für mögliche Käufer von grünem Wasserstoff gestartet. Das Unternehmen sucht Abnehmer für den erneuerbaren Wasserstoff aus dem Lingen Green Hydrogen Projekt (LGH2). Ab 2027 soll der 100-MW-Elektrolyseur voraussichtlich 10 bis 12 Kilotonnen Wasserstoff pro Jahr produzieren.

von | 18.07.25

Das Lingen Green Hydrogen Projekt (LGH2) wurde als IPCEI ausgewählt.
© BDI/Christian Kruppa und Jana Legler
Energiekonzern sucht Abnehmer für Wasserstoff aus Lingen

BP hat am 16. Juli das Interessenbekundungsverfahren für den erneuerbaren Wasserstoff aus dem LGH2-Projekt in Lingen gestartet. Nun haben potenzielle Kunden 4 Wochen Zeit, um ihr Interesse zu bekunden.

Interessierte Unternehmen müssen sich zunächst über das Online-Formular vorregistrieren. Nach der Registrierung sollen sie dann einen Zugang zu den Dokumenten für die formelle Interessenbekundung sowie zu den Teilnahmerichtlinien erhalten.

Die Einreichungsfrist für alle erforderlichen Unterlagen endet am 13. August um 17:00 Uhr MEZ. Details zu den nachfolgenden Ausschreibungsphasen will BP zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.

IPCEI-Projekt liefert bis zu 12.000 Kilotonnen Wasserstoff jährlich

Der angebotene Wasserstoff entspreche den Anforderungen der EU-Richtlinie 2023/2413 als erneuerbarer flüssiger und gasförmiger Kraftstoff nicht biologischen Ursprungs (RFNBO). Die Lieferung soll über den LGH2-Einspeisepunkt in das GET H2-Netz oder direkt am Austrittsflansch der Produktionsanlage erfolgen.

Die finale Investitionsentscheidung für das Projekt hat BP bereits getroffen. Die Bauvorbereitungen für den 100-MW-PEM-Elektrolyseur laufen bereits, so der Energiekonzern. Das Projekt in Lingen werde voraussichtlich 10 bis 12 Kilotonnen erneuerbaren Wasserstoff pro Jahr produzieren. In der zweiten Jahreshälfte 2027 will das Unternehmen die Anlage in Betrieb nehmen und mit den Lieferungen beginnen.

Das LGH2-Projekt ist Teil der deutschen Wasserstoffstrategie und soll zur Dekarbonisierung der Industrie beitragen. Für den Elektrolyseur erhielt BP Förderungen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie von der niedersächsischen Landesregierung im Rahmen des IPCEI-Programms.

 

(Quelle: bp/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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