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Energieversorger erhält erste Wasserstofflieferung aus Frankreich

Das französische Unternehmen Lhyfe hat seine Wasserstofflieferungen in die Niederlande gestartet. Erstmals belieferte der Wasserstoffproduzent den niederländischen Energieversorger Essent mit grünem Wasserstoff. Das Gas wird im GROHW-Projekt zur Erprobung von Wasserstoffheizkesseln eingesetzt. Der Hersteller des H₂-ready Kombi-Heizkessels Nefit Bosch plant die Markteinführung bis 2029.

von | 05.09.25

H₂-Lieferung von Lhyfe an den Essent Standort Deventer.
© Lhyfe
Lhyfe startet Wasserstofflieferungen in den Niederlanden

Lhyfe hat mit der Lieferung von grünem Wasserstoff an den größten niederländischen Energieversorger begonnen. Die Lieferungen erfolgen im Rahmen eines mehrjährigen Liefervertrags an das GROHW-Projekt in Deventer, rund 45 Kilometer nördlich von Arnhem. Essent versorgt rund 2,5 Millionen Haushalte und Unternehmen mit Strom und Gas und führt mehrere Wasserstoffprojekte durch.

An dem GROHW-Projekt arbeiten neben dem Energieversorger Essent, der die Wasserstofflieferungen von Lhyfe erhält, noch Nefit Bosch, Firan und Witteveen+Bos zusammen. Gemeinsam wollen die Partner Lösungen zur Reduzierung der CO₂-Emissionen in den Niederlanden vorantreiben. Dafür erproben die Unternehmen im Nefit-Testzentrum in Deventer verschiedene Systeme.

Die Tochtergesellschaft des Bosch-Konzerns hat am 2. September ihr Testzentrum eingeweiht. Der erneuerbare Wasserstoff von Lhyfe wird nun dort zum Testen dieser Heizkessel für den europäischen Markt verwendet. Bis 2029 will Nefit Bosch einen H₂-ready Kombi-Heizkessel auf den Markt bringen, der von Erdgas auf Wasserstoff umgestellt werden kann.

Lhyfe produziert seit vier Jahren grünen Wasserstoff

Lhyfe produziert bereits seit über vier Jahren grünen Wasserstoff. Aktuell betreibt der französische Hersteller vier Produktionsstandorte in Frankreich und Deutschland. 2024 führte das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 470 Wasserstofflieferungen durch. Die Logistik erfolgt über eine Flotte von etwa 70 Containern.

Luc Graré, Leiter für Zentral- und Osteuropa bei Lhyfe, bezeichnet die Niederlande als prioritären Markt. Die Zusammenarbeit mit Essent markiere den Start der kommerziellen Aktivitäten des Unternehmens im Land.

2022 hat das französische Unternehmen ein 200-MW-Projekt im Chemical Park Delfzijl in der Nähe von Groningen angekündigt. Die Anlage soll bis 2030 in Betrieb gehen und zunächst eine Leistung von 120 MW erreichen. Der Standort soll Wasserstoff für die Chemieindustrie produzieren und an das European Hydrogen Backbone angeschlossen werden.

(Quelle: Lhyfe/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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