Der Elektrolyseurbauer Fest wird nach Meldung vom Dienstag (5. August) eine 3-MW-Anlage am Müllheizkraftwerk Darmstadt realisieren. Im Auftrag der Darmstädter Entega AG übernehme Fest die vollständige Umsetzung des Projekts – von der Planung über die Realisierung bis zur Inbetriebnahme.
Herzstück der Anlage ist ein 3-MW-PEM-Elektrolyseur, den eine Trailerabfüll-Station ergänzt. Diese ermögliche es, den produzierten grünen Wasserstoff „flexibel in der Region verfügbar zu machen“. Die Inbetriebnahme ist nach Unternehmensangaben für 2027 geplant, wobei der Wasserstoff zunächst insbesondere in Mobilitätsanwendungen zum Einsatz kommen soll.
Der Baubeginn ist für Oktober 2025 vorgesehen. Das Projekt ist Teil des Darmstädter Reallaborprojekts DELTA und erhält damit Fördermittel vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.
Projektdetails
Nach Angaben von Entega soll die Anlage jährlich rund 310 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren. Diese Menge reiche für den Betrieb von etwa 40 Wasserstoffbussen. Im Vergleich zum Dieselbetrieb spare man so 4.000 Tonnen CO₂ pro Jahr ein, so der Regionalversorger.
Das MHKW befindet sich im Eigentum des Zweckverbands Abfallverwertung Südhessen (ZAS). Entega ist für den zuständig. Ziel der Integration der Wasserstoffproduktion in die bestehende Infrastruktur sei es, den Standort im Rahmen der Energiewende zukunftssicher aufzustellen.
Integration in bestehende Infrastruktur
„Wir freuen uns, mit Entega einen starken Partner an unserer Seite zu haben, der wie wir die Energiewende aktiv vorantreibt“, erklärte Pascal Pewinski, Vice President Sales and Business Development bei Fest. „Dieses Projekt zeigt, wie moderne Wasserstofftechnologie sinnvoll in bestehende Strukturen integriert werden kann – und wie Fest als Systemanbieter maßgeblich zur Umsetzung beiträgt.“
Das Projekt ist ein weiteres Beispiel für die Unternehmensstrategie des Herstellers aus Goslar: kleine bis mittelgroße PEM-Anlagen für Stadtwerke und andere kommunale Unternehmen zu liefern und dabei die gesamte Systemintegration zu übernehmen. Vorhaben dieser Art hat Fest bereits in Wien und Cuxhaven realisiert, im März kamen Düsseldorf und Stuttgart hinzu.
Dabei profitiert das Unternehmen von der modularen Containerbauweise seiner Elektrolyseure. Diese werden standardisiert und „schlüsselfertig“ ausgeliefert, sodass sich die Integration vor Ort mit einem vergleichsweise geringen Planungs-, Genehmigungs- und Zeitaufwand realsieren lässt. Weitere Informationen zur Geschichte und den Plänen von Fest finden Sie in unserem Interview mit dem CEO Matthias Authenrieth.
(Quellen: Fest, Entega/2025)











