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Energiewende in der Luftfahrt: Internationales Projekt plant Wasserstoff-Flüge im Ostseeraum

Das neue Projekt Baltic Sea Region (BSR) HyAirport hat seine Arbeit aufgenommen. Ziel ist, Wasserstoff-Flüge im Ostseeraum zu etablieren. Neben dem Hamburg Airport sind 15 weitere Flughäfen, Airlines, Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus Skandinavien, dem Baltikum, Polen und Deutschland beteiligt. Erste Demonstrationsflüge sollen noch in diesem Jahrzehnt stattfinden, denn gerade für Flugverbindungen in der Ostseeregion sei Wasserstoff eine interessante Alternative.

von | 10.01.24

Lufthansa Technik betreibt in Hamburg bereits das Hydrogen Aviation Lab. Hier wurde ein Flugzeug der Airbus A320-Familie zu einem stationären Labor umgebaut, in dem die Partner die Auswirkungen von LH2 auf Betankungs- und Bodenprozesse testen
© New Visuals - stock.adobe.com
Luftfahrt

10. Januar 2024 | Das neue Projekt Baltic Sea Region (BSR) HyAirport hat seine Arbeit aufgenommen. Ziel ist, Wasserstoff-Flüge im Ostseeraum zu etablieren. Neben dem Hamburg Airport sind 15 weitere Flughäfen, Airlines, Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus Skandin avien, dem Baltikum, Polen und Deutschland beteiligt. Erste Demonstrationsflüge sollen noch in diesem Jahrzehnt stattfinden, denn gerade für Flugverbindungen in der Ostseeregion sei Wasserstoff eine interessante Alternative.

16 Partner und 24 assoziierte Partner wollen in BSR Hy Airport „die Zukunft der Luftfahrt“ gestalten. Dies teilt der Flughafen Hamburg Airport in einer aktuellen Pressemeldung mit. Konkret verfolgt der Verbund in mehreren Arbeitspaketen das Ziel, binnen drei Jahren die Voraussetzungen für wasserstoffbetriebene Flüge im Ostseeraum zu schaffen. Noch in diesem Jahrzehnt planen die Partner ersten Demonstrationsflüge .

Die EU fördere „BSR HyAirport“ im Rahmen des Interreg Baltic Sea Region-Programms mit insgesamt rund 3,8 Mio. €. Ziel ist, Anwendungen der Wasserstofftechnologie in der Luftfahrt zu etablieren. Die Fördermittel wollen die Partner dabei unter sich aufteilen.

Als Treibstoff für die Luftfahrt sei Wasserstoff zunächst insbesondere für Flüge über kürzere Distanzen geeignet. Dies mache ihn gerade für Flugverbindungen in der Ostseeregion interessant.

Erste Demonstrationsflüge in Planung

Bis 2030 erwarte der Verbund einen regelmäßigen Flugverkehr mit Regionalflugzeugen, die bis zu ca. 80 Sitzplätzen anbieten. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen die Partner „praktische Lösungen“ entwickeln, testen und bewerten, um Flughäfen und Fluggesellschaften die Anwendung von Wasserstoff zu erleichtern.

Gleichzeitig werden sie sich auf die damit einhergehenden Herausforderungen vorbereiten. Dazu zählen die Speicherung, Handhabung und Bereitstellung des grünen Treibstoffs. Beispielsweise gelte es, die Airlines auf Besonderheiten bei der Abfertigung von Flugzeugen mit Wasserstoffantrieb vorzubereiten, damit die angestrebten Demonstrationsflüge zwischen den Partnerflughäfen wie geplant stattfinden können.

Darüber hinaus will sich das Projekt mit rechtlichen Rahmenbedingungen sowie gesamten Versorgungskette inklusive Produktion, Transport, Lagerung und Betankung von Wasserstoff in der Luftfahrt befassen. In einem weiteren Teilarbeitspaket untersuche und teste man zudem weitere Nutzungen von Wasserstoff an Flughäfen, z.B. für Bodenverkehrsdienste.

„Wesentlicher Schritt auf unserem Weg zur Energiewende in der Luftfahrt“

Die Umstellung eines Teils der Bodenverkehrsdienste auf Wasserstoffantrieb ist ein bereits ein Baustein des Projekts „Net Zero 2035“, mit dem der Hamburger Flughafen bis 2035 im Bodenbetrieb CO2-emissionsfrei werden möchte. Auch bei der Einführung von Wasserstoff als Luftfahrttreibstoff engagiert sich der Flughafen in einer Vielzahl nationaler und internationaler Projekte, etwa einer Kooperation mit dem Flughafen Christchurch.

Jan Eike Blohme-Hardegen, der Leiter der Umweltabteilung am Hamburger Flughafen, bezeichnete BSR Hy Airport als „wesentliche[n] Schritt auf unserem Weg zur Energiewende in der Luftfahrt“:

„Bis zum regulären Einsatz von Wasserstoff gibt es noch viele Fragen zu klären und wir sind froh, das im engen Austausch mit Partnern zu tun, die genauso engagiert nach Antworten suchen wie wir.“

Weitere Informationen zu den Wasserstoffprojekten des Hamburger Flughafens
(Quelle: Airport Hamburg/2024)

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