Generic filters
Exact matches only
FS Logoi

Entwicklung großangelegter Abfall-zu-Wasserstoff Anlage in Italien

27. September 2022 | Maire Tecnimont-Tochter NextChem erhält für die Entwicklung einer Abfall-Wasserstoff-Anlage einen Zuschuss in Höhe von 194 Millionen Euro. Die Förderung ist Teil des kürzlich initiierten EU-Projekts „IPCEI Hy2Use“. Im Rahmen des Projekts wird das Hydrogen Valley in Rom errichtet, das erste italienische Technologiezentrum im industriellen Maßstab für die Entwicklung der nationalen Versorgungskette […]

von | 27.09.22

27. September 2022 | Maire Tecnimont-Tochter NextChem erhält für die Entwicklung einer Abfall-Wasserstoff-Anlage einen Zuschuss in Höhe von 194 Millionen Euro. Die Förderung ist Teil des kürzlich initiierten EU-Projekts „IPCEI Hy2Use“.

Im Rahmen des Projekts wird das Hydrogen Valley in Rom errichtet, das erste italienische Technologiezentrum im industriellen Maßstab für die Entwicklung der nationalen Versorgungskette für die Produktion, den Transport, die Speicherung und die Nutzung von Wasserstoff zur Dekarbonisierung von Industrieprozessen und für nachhaltige Mobilität.

Über Hy2Use berichteten wir zuletzt hier.

20.000t Wasserstoff p.a.

Der Zuschuss wird während der Bauphasen der Anlage ausgezahlt. Die nächsten Schritte betreffen den Beginn der Projektaktivitäten und alle erforderlichen Genehmigungen, um die Inbetriebnahme der Anlage in der ersten Hälfte des Jahres 2027 in Übereinstimmung mit der Finanzierung zu gewährleisten. In der Anfangsphase wird eine Produktion von 1.500 Tonnen/Jahr Wasserstoff und 55.000 Tonnen/Jahr Ethanol erwartet.

Die Wasserstoffproduktion soll entsprechend der Nachfrage auf bis zu 20.000 Tonnen pro Jahr ansteigen. Dabei möchte NextChem die Ethanolmenge proportional reduzieren. Dank einer von der Tochtergesellschaft MyRechemical entwickelten Technologie wird die Anlage jährlich 200.000 Tonnen nicht wiederverwertbarer fester Abfälle als Rohstoff nutzen. Damit trägt sie zur Optimierung des Abfallverwertungskreislaufs in Rom durch einen Umwandlungsprozess bei, der die gesamten CO2-Emissionen erheblich reduziert.

Zusätzliche Forschungsmittel der EU

Das europäische Projekt umfasst auch einen Beitrag von rund 4 Mio. EUR für zusätzliche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Bereich der Abfall-Wasserstoff-Technologie. Dabei bezieht man wissenschaftliche Partner wie Enea, die Fondazione Bruno Kessler und die Universität La Sapienza in Rom ein.

Der nicht rückzahlbare IPCEI-Zuschuss unterstützt die Aktivitäten der an der Durchführung wichtiger Projekte von gemeinsamem europäischen Interesse beteiligten Parteien. Der vom italienischen Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung unterstützte Fonds wird es dem Industriemodell der Maire Tecnimont-Gruppe ermöglichen, ein weltweites Best-Practice-Verfahren für die Verwertung von Abfällen und die Produktion von Wasserstoff und anderen Chemikalien zu werden und gleichzeitig die CO2-Emissionen erheblich zu reduzieren.

Alessandro Bernini, CEO der Maire Tecnimont Gruppe und von NextChem, kommentiert:

„Wir sind stolz auf das Ziel, das die Maire Tecnimont Gruppe mit NextChem erreicht hat. Außerdem freuen wir uns über die Anerkennung der industriellen und technologischen Fähigkeiten unseres Landes durch die Europäische Union, eine kohlenstoffarme und kostengünstige Wasserstoffwirtschaft zu entwickeln.

 

Dieses weltweit einmalige Projekt stellt einen Meilenstein in der Entwicklung von Technologien dar, die Kreislaufwirtschaft und grüne Chemie miteinander verbinden. Es versetzt uns in die Lage, bei der Dekarbonisierung schwer abbaubarer Industrien eine Vorreiterrolle einzunehmen. Das Modell kann man in anderen Ländern ebenfalls anwenden.“

 

(Maire Tecnimont/2022)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Wasserstoff kann nicht nur durch Elektrolyse, sondern u.a. auch aus Abfall gewonnen werden (Quelle: pixabay)

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

H2-Projekte in Ihrer Region

Mehr als 300 Wasserstoff-Projekte in Deutschland und Europa

Hier geht's zur interaktiven Karte

„NRW bringt beste Voraussetzungen als Wasserstoff-Knotenpunkt mit“
„NRW bringt beste Voraussetzungen als Wasserstoff-Knotenpunkt mit“

Im Interview erläutert Dr. Katharina Schubert von der Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz NRW.Energy4Climate, wie sich der Aufbau der Wasserstoffwirtschaft in NRW entwickelt, welche Ziele H2.NRW verfolgt und wie Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit Hand in Hand gehen können. Außerdem zeigt sie Leuchtturmprojekte aus der Wasserstoffbranche auf.

mehr lesen
Wasserstoffbank: Gewinner der zweiten Auktion unterzeichnen Förderverträge
Wasserstoffbank: Gewinner der zweiten Auktion unterzeichnen Förderverträge

Die sechs Gewinner der zweiten Auktionsrunde der europäischen Wasserstoffbank haben ihre Förderverträge unterzeichnet. Die sechs Projekte aus Spanien, Finnland und Norwegen, die im Rahmen der Auktion 2025 ausgewählt wurden, erhalten nun insgesamt 270 Millionen Euro. Diese stellt die Europäische Kommission aus den Erlösen des EU-Emissionshandelssystems bereit. Die ausgewählten Projekte sollen zukünftig 500.000 Tonnen erneuerbaren Wasserstoff produzieren und dadurch 3,4 Millionen Tonnen CO₂ einsparen.

mehr lesen

H2 Talk

„NRW bringt beste Voraussetzungen als Wasserstoff-Knotenpunkt mit“
„Für die klimaneutrale Klinkermanufaktur kommt nur Wasserstoff in Frage”
Kyocera: „Komponenten für die Wasserstoffproduktion sind der größte Engpass im Hochlauf”

Publikationen

Power-to-Gas

Power-to-Gas

Erscheinungsjahr: 2020

Das Fachbuch fasst aktuelles Wissen zu Power-to-Gas zusammen und bereitet es für Ingenieure der Energie- und Gasversorgung auf. Es wird die gesamte Wertschöpfungskette vom bereitgestellten Strom über die Erzeugung von Wasserstoff und die Integration ...

Zum Produkt

Erneuerbarer Wasserstoff mit Solar-Wind-Hybridkraftwerken

Erneuerbarer Wasserstoff mit Solar-Wind-Hybridkraftwerken

Autor: Raphael Niepelt, Rolf Brendel

Grüner Wasserstoff ist ein Schlüsselelement für die Transformation und Defossilierung des Energiesystems. Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie hat sich die Politik klar zu grünem Wasserstoff bekannt, wobei der Bedarf vor allem über Importe aus ...

Zum Produkt