Erste Inbetriebnahme von wasserstoffbetriebenem DHL-Lkw in den Niederlanden

Im niederländischen Eindhoven hat das Speditionsunternehmen DHL Freight Germany Holding GmbH im Januar 2026 den ersten wasserstoffbetriebenen Lkw in den täglichen Betrieb integriert. Das Pilotprojekt sei Teil des Vorhabens, bis Ende 2026 eine vollständig dieselfreie Nahverkehrsflotte am Terminal zu betreiben. Ziel des Projekts ist es, Praxiserkenntnisse über den Einsatz von Wasserstofftechnologien im Straßenverkehr zu erhalten, die auch europaweit genutzt werden sollen.

von | 11.03.26

Raymond Hofmann von der Hylane GmbH (l.), Markus Voss von der DHL Freight Germany Holding GmbH (r.)
© DHL Freight Germany Holding GmbH / Cornelis Gollhardt
Erste Inbetriebnahme von wasserstoffbetriebenem DHL-Lkw in den Niederlanden

Der Wasserstoff-Lkw soll auf einer täglichen Strecke von rund 300 Kilometern in den niederländischen Provinzen Overijssel und Gelderland eingesetzt werden. Somit werde das Fahrzeug nicht in ein kontrolliertes Testumfeld, sondern in das Tagesgeschäft integriert, um die Technologie unter kommerziellen Bedingungen zu analysieren.

Analyse von Reichweite und Skalierbarkeit

Im Rahmen der Analyse würden unter anderem Daten zur Reichweite, dem Kundenfeedback sowie dem Fahrerlebnis gesammelt werden. Außerdem stünden die Skalierbarkeit, der Energieverbrauch und der Kostenvergleich mit Diesel- und Elektrofahrzeugen im Fokus.

Die Erkenntnisse sollen sowohl in lokale Flottenentscheidungen in den Niederlanden als auch in die europaweite Bewertung von Wasserstofftechnologien bei dem Speditionsunternehmen einfließen.

Deutsche Unternehmen beteiligt

Das Pilotprojekt werde zudem durch mehrere Partner unterstützt. Der Nutzfahrzeugvermieter Hylane Gmbh, ein Start-up aus Köln, stelle das Fahrzeug im Rahmen eines Transport-as-a-Service-Modell bereit. Dadurch zahle DHL Freight Germany nur für die tatsächlich gefahrenen Kilometer.

Das niederländische Transportunternehmen Schuurman Logistics BV stelle den Fahrer und übernehme zusätzlich den täglichen Betrieb des Transportmittels.

Das Wasserstofftankstellenunternehmen Teal Mobility Deutschland GmbH, ein Joint Venture des Gasanbieters Air Liquide Deutschland GmbH und des Energieunternehmens TotalEnergies Marketing Deutschland GmbH, liefere die notwendige Wasserstofftankinfrastruktur.

Hohe Verfügbarkeit, geringe CO2-Emissionen

Wasserstoff-Lkw sollen die Dekarbonisierung der Lieferketten von DHL-Kunden unterstützen. Die Fahrzeuge böten eine größere Reichweite als viele batterieelektrische Alternativen und kurze Betankungszeiten für planbare Laufzeiten. Darüber hinaus gäbe es eine hohe Verfügbarkeit und gleichzeitig einen geringen Ausstoß von CO2-Emissionen im täglichen Transport.

Dieselfreie Flotte bis Ende 2026

Das Pilotprojekt sei Teil der Zielsetzung von DHL Freight Germany, die betrieblichen Emissionen zu reduzieren. Der Plan: Eine vollständig dieselfreie Nahverkehrsflotte für Abholungen und Zustellungen bis Ende 2026. Im Rahmen dessen würden neben Wasserstoff auch batterieelektrische Transportmittel und Biokraftstoffe getestet werden.

Zugleich unterstütze das Projekt die Ziele der Science Based Targets Initiative (SBTi). Die SBTi wurde im Jahr 2015 mit dem Ziel gegründet, Unternehmen bei der Festlegung ihrer Ziele zur Emissionsreduzierung entsprechend des Übereinkommens von Paris zu unterstützen.

Auch die Mission des Logistik- und Postunternehmens DHL Group, bis zum Jahr 2050 netto-null Emissionen zu erreichen, soll durch das Vorhaben gefördert werden.

 

(Quelle: DHL Freight Germany/2026)

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