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Evos, Hydrogenious LOHC und der Hafen Amsterdam entwickeln Wasserstoff-Importanlagen

Das Tankspeicherunternehmen Evos, der LOHC-Experte Hydrogenious und der Amsterdamer Hafen haben während der European Hydrogen Week ein MoU zum Bau groß angelegter Importanlagen für Wasserstoff im Hafen von Amsterdam unterzeichnet.

von | 28.10.22

© Port of Amsterdam
© Port of Amsterdam

28. Oktober 2022 | Das Tankspeicherunternehmen Evos, der LOHC-Experte Hydrogenious und der Amsterdamer Hafen haben während der European Hydrogen Week ein MoU zum Bau groß angelegter Importanlagen für Wasserstoff im Hafen von Amsterdam unterzeichnet.

Die Anlagen werden eine LOHC-Dehydrierungsanlage mit einer Endabgabekapazität von bis zu 100-500 Tonnen Wasserstoff pro Tag sowie die dazugehörigen Speicher- und Umschlaganlagen umfassen. Alle drei Parteien sind Gründungsmitglieder der H2A-Plattform, die sich auf die Entwicklung von Lieferketten für die Einfuhr von grünem Wasserstoff über den Amsterdamer Hafen konzentriert.

Die Realisierung eines LOHC-Importterminals und einer Anlage für die kontinuierliche, großtechnische Freisetzung von Wasserstoff sind wichtige Ergänzungen zu anderen geplanten Aktivitäten im Hafen. Zu diesen Aktivitäten gehören die Entwicklung des regionalen und nationalen Backbone und verschiedene geplante Projekte zur Wasserstoffproduktion im Nordseekanalgebiet.

Die nächste Phase dieser Initiative wird sich darauf konzentrieren, die räumlichen, infrastrukturellen und finanziellen Voraussetzungen für die Errichtung des Terminals in den nächsten Jahren zu untersuchen. Ziel ist es, die ersten Anlagen für die Lieferung von Wasserstoff an lokale Abnehmer vor 2028 in Betrieb zu nehmen, mit der Möglichkeit eines weiteren Upscales. Insgesamt wird die umgeschlagene LOHC-Menge mindestens 1 Million Tonnen pro Jahr betragen.

Hoffnungsträger LOHC

Nach einer abgeschlossenen Machbarkeitsstudie über verschiedene Flüssigwasserstoffträger gehen Evos, Hydrogenious und der Hafen Amsterdam nun den nächsten Schritt, um die LOHC-Technologie von Hydrogenious in die Praxis umzusetzen. Die Studie hat bestätigt, dass die LOHC-Technologie im Amsterdamer Hafen mit der bestehenden Infrastruktur kompatibel ist. Die Evos-Terminals in Amsterdam benötigen nur relativ geringfügige Änderungen, um LOHC im Hafen und darüber hinaus zu speichern und zu verteilen.

Der von Hydrogenious verwendete flüssige organische Wasserstoffträger, Thermoölbenzyltoluol (LOHC-BT), ist in der Industrie bereits als Wärmeträger etabliert und hat ideale Eigenschaften für die sichere Handhabung im Hafen. Aufgrund seiner Eigenschaften als schwer entflammbarer und nicht explosiver Träger mit einer hohen volumetrischen Energiedichte kann Benzyltoluol innerhalb der bestehenden Infrastruktur bei Umgebungsdruck und -temperatur wie ein fossiler flüssiger Brennstoff gehandhabt werden. Nach der Dehydrierung kann es viele hundert Mal wiederverwendet werden, um Wasserstoff zu binden.

Durch die Nutzung der bestehenden Infrastruktur des Hafens bietet die LOHC-Technologie von Hydrogenious eine kosteneffiziente und sichere Lösung. Sie erfordert nur geringfügige Änderungen zur Speicherung bei Evos Amsterdam. Das Projekt ist laut den Unternehmen ein wichtiger Schritt in der Entwicklung einer europaweiten Wasserstoff-Wertschöpfungskette, die mit dem Amsterdamer Hafen verbunden ist. Als solches trägt es zur Beschleunigung der Dekarbonisierung der europäischen Industrie bei.

 

(Evos/2022)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

v.l.n.r.: Daniel Teichman, CEO Hydrogenious LOHC, Koen Overtoom, CEO Port of Amsterdam, Ramon Ernst, Managing Director (Quelle: Evos)

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