Generic filters
Exact matches only
FS Logoi

EWE plant Wasserstoff-Großanlage: Drees & Sommer steuert Milliardenprojekt

Im niedersächsischen Emden hat der Energieversorger EWE den Bau einer der größten Wasserstoff-Erzeugungsanlagen Europas geplant. Bis zum Jahr 2027 soll die Wasserstoff-Großanlage mit einer Kapazität von 320 MW errichtet werden. Für die Steuerung des Großprojektes hat die EWE nun das auf Infrastruktur und Bau spezialisierte Beratungsunternehmen Drees & Sommer SE mit Hauptsitz in Stuttgart beauftragt.

von | 26.08.24

Der Aufbau einer 320-Megawatt-Wasserstoffproduktion im Kraftwerksmaßstab in Emden ist eines von vier Teilprojekten im Rahmen des EWE-Vorhabens Clean Hydrogen Coastline
© EWE / Litho Niemann + M. Steggemann
Wasserstoff-Großanlage: 320-MW-Elektrolyse in Emden

Die EWE AG will bis 2027 eine der größten Wasserstoff-Erzeugungsanlagen Europas errichten. Die 320-MW-Elektrolyseanlage soll jährlich ca. 26.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren. Die Wasserstoff-Großanlage soll hauptsächlich durch Strom aus Windkraft betrieben werden. Der produzierte Wasserstoff soll künftig industrielle Anwendungen in der Region, insbesondere die Stahlindustrie, versorgen.

Nun hat der Energieversorger Drees & Sommer mit der Projektsteuerung des Wasserstoff-Großanlage beauftragt. Neben der Projektsteuerung verantwortet das Stuttgarter Beratungsunternehmen das Genehmigungs- und das Engineering Management. Das Unternehmen begleitete zudem die Ausschreibung und Vergabe des Elektrolyseurs.

Alexander Stubinitzky, Leiter des Bereichs Hydrogen and SynFuels bei Drees & Sommer, unterstreichte die Komplexität des Vorhabens. Die Skalierung aller bautechnischen Arbeiten und die Organisation zahlreicher Schnittstellen stellen hohe Anforderungen an das Projektmanagement. Das Beratungsunternehmen bringe aber bereits Erfahrungen aus anderen komplexen Großprojekten und eine technische Expertise im Bereich der Wasserstoffproduktion mit ein.

IPCEI-Förderung und weitere Projekte

Neben Emden plant EWE eine weitere 50-MW-Elektrolyseanlage in Bremen. Die Stadtwerke Bremen, eine EWE-Tochter, realisieren dieses Projekt. Beide Anlagen sollen zur Vermeidung von Netzengpässen beitragen und die Energiewende unterstützen.

Die Elektrolyseprojekte sind Teil des EWE-Projekts „Clean Hydrogen Coastline” (CHC). CHC erhielt im Rahmen des europäischen IPCEI-Programms eine Förderung von 500 Millionen Euro. Das Gesamtinvestitionsvolumen für CHC beläuft sich auf über 800 Millionen Euro.

EWE plant im Rahmen von CHC zusätzliche Projekte. Dazu gehören die Umrüstung einer Erdgaskaverne in Huntorf für die Wasserstoffspeicherung, der Bau und die Umstellung von Pipeline-Abschnitten sowie die sektorübergreifende Nutzung von grünem Wasserstoff in der Industrie.

(Quelle: EWE/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

H2-Projekte in Ihrer Region

Mehr als 300 Wasserstoff-Projekte in Deutschland und Europa

Hier geht's zur interaktiven Karte

FNB Gas e.V. fordert Anpassungen am Gesetzentwurf zum Gas- und Wasserstoff-Binnenmarktpaket
FNB Gas e.V. fordert Anpassungen am Gesetzentwurf zum Gas- und Wasserstoff-Binnenmarktpaket

Der Deutsche Bundestag hat am 23. April erstmals den Gesetzentwurf der Bundesregierung „zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes und weiterer energierechtlicher Vorschriften zur Umsetzung des Europäischen Gas- und Wasserstoff-Binnenmarktpakets“ debattiert. Die Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas e.V. (FNB Gas e.V.) hat bereits Stellung genommen und zentrale Anpassungen gefordert, unter anderem zu grenzüberschreitender Wasserstoffinfrastruktur.

mehr lesen
Dritte Auktion: Wasserstoffbank vergibt 1 Milliarde Euro an neun Projekte
Dritte Auktion: Wasserstoffbank vergibt 1 Milliarde Euro an neun Projekte

Die Europäische Kommission hat im Rahmen der dritten Auktion der Europäischen Wasserstoffbank neun Projekte zur Förderung ausgewählt. Die Wasserstoffprojekte erhalten zusammen über eine Milliarde Euro aus dem Innovationsfonds der EU. Sie sollen insgesamt mehr als 1,3 Millionen Tonnen Wasserstoff in den ersten zehn Betriebsjahren produzieren und dabei neun Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente einsparen.

mehr lesen
Lieferkette für Flüssigwasserstoff soll über Hamburg entstehen
Lieferkette für Flüssigwasserstoff soll über Hamburg entstehen

Die Daimler Truck Holding AG, die MB Energy Holding GmbH & Co. KG und Kawasaki Heavy Industries Ltd. haben eine Vereinbarung zum Aufbau einer Lieferkette für verflüssigten Wasserstoff nach Europa unterschrieben. Die Infrastruktur soll über dem Hamburger Hafen entstehen. Ziel ist es, den kommerziellen Betrieb für die Versorgung mit H2 Anfang der 2030er Jahre zu starten.

mehr lesen

H2 Talk

„Ab 2026 könnten wir über den THG-Quotenhandel 15 Euro pro Kilogramm Wasserstoff erzielen“
„Wasserstoff ist in der industriellen Prozesswärme eine ‚No-Regret-Option‘“
„Explosionsschutz ist eine Schlüsseltechnologie für die Wasserstoffwirtschaft“

Publikationen

Power-to-Gas

Power-to-Gas

Erscheinungsjahr: 2020

Das Fachbuch fasst aktuelles Wissen zu Power-to-Gas zusammen und bereitet es für Ingenieure der Energie- und Gasversorgung auf. Es wird die gesamte Wertschöpfungskette vom bereitgestellten Strom über die Erzeugung von Wasserstoff und die Integration ...

Zum Produkt

Erneuerbarer Wasserstoff mit Solar-Wind-Hybridkraftwerken

Erneuerbarer Wasserstoff mit Solar-Wind-Hybridkraftwerken

Autor: Raphael Niepelt, Rolf Brendel

Grüner Wasserstoff ist ein Schlüsselelement für die Transformation und Defossilierung des Energiesystems. Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie hat sich die Politik klar zu grünem Wasserstoff bekannt, wobei der Bedarf vor allem über Importe aus ...

Zum Produkt