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EWE und Salzgitter AG geben Wasserstoffkooperation bekannt

Der Oldenburger Energiedienstleister EWE und der Stahl- und Technologiekonzern Salzgitter AG beabsichtigen, beim Thema Wasserstoff zu kooperieren.

von | 04.05.23

4. Mai 2023 I Der Oldenburger Energiedienstleister EWE und der Stahl- und Technologiekonzern Salzgitter AG beabsichtigen, beim Thema Wasserstoff zu kooperieren.

Das gaben die Vorstandsvorsitzenden Stefan Dohler (EWE) und Gunnar Groebler (Salzgitter AG) in Salzgitter bekannt – am Rande des Handelsblatt-Wasserstoffgipfels unterzeichneten sie die entsprechende Absichtserklärung.

EWE und die Salzgitter AG haben sich im Zuge der geplanten Kooperation darauf verständigt, dass EWE grünen Wasserstoff erzeugt und liefert, den die Salzgitter AG für die nahezu CO2-freie Stahlherstellung einsetzen wird.

Die Salzgitter AG werde ihre Rohstahlproduktion im Rahmen von SALCOS® – Salzgitter Low CO2 Steelmaking bis zum Jahr 2033 in drei Stufen auf eine CO2-arme Stahlproduktion umstellen. Dadurch werden Groebler zufolge zukünftig 95 % der bislang jährlichen Emissionen von 8 Mio. t CO2 eingespart. „Damit leistet die Salzgitter AG einen starken Beitrag zur Dekarbonisierung der Industrie und der deutschen Klimaziele“, so der Salzgitter AG-CEO.

Stefan Dohler nennt als Ausgangspunkt der großtechnischen Wasserstofferzeugung von EWE das IPCEI-Projekt Clean Hydrogen Coastline.

„Dabei wollen wir in mehreren Teilprojekten an systemdienlichen Standorten nahe der deutschen Nordseeküste bis zu 400 MW Elektrolysekapazität aufbauen. Je nach Absatzmarkt können wir so jährlich bis zu 40.000 t grünen Wasserstoff produzieren und über die Kavernenspeicherung zuverlässig strukturieren. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Erzeugungs-kapazitäten in den nächsten zehn Jahren bedarfsgerecht bis in den Gigawatt-Maßstab auszubauen.“ Durch die Positionierung der geplanten Produktionsanlagen an wichtigen Offshore-Anbindungspunkten bestehe zudem langfristig die Möglichkeit, auch den Import von grünem Wasserstoff zu integrieren. Dafür sei jedoch eine zügige Förderfreigabe auf europäischer Ebene notwendig.

(Quelle: EWE/Salzgitter/2023)

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