ITM Power und DB Systemtechnik wollen gemeinsam grüne Energielösungen für Transport und kritische Infrastrukturen entwickeln, pilotieren und erproben. Die Absichtserklärung baut auf einer Vereinbarung auf, die das britische Unternehmen und die Deutsche Bahn im März 2025 unterzeichnet hatten.
Die Vereinbarung von 2025 hat die Zusammenarbeit bei nachhaltigen Transport- und Infrastrukturtechnologien zum Ziel. Im Rahmen dessen sollen Möglichkeiten zur Nutzung von grünem Wasserstoff für die Dekarbonisierung des Schienenverkehrs untersucht werden. Die Partner wollen evaluieren, wie Lokomotiven, Busse und LKW-Flotten mit Wasserstoff betrieben werden können. Außerdem soll die Energieversorgungssicherheit der Bahninfrastruktur analysiert werden. Auch die Produktion, Beschaffung und Speicherung grüner Kraftstoffe für den täglichen Betrieb stehen auf der Agenda.
FEED-Studie als erster Schritt
Als erstes gemeinsames Vorhaben planen beide Unternehmen eine FEED-Studie. In diesem Rahmen wollen sie die technische Konfiguration, die Standortintegration, die betrieblichen Anforderungen sowie den kommerziellen Rahmen für potenzielle Anwendungen der Elektrolysetechnologie von ITM Power an Standorten der Deutschen Bahn bewerten. Das britische Unternehmen setzt bislang auf die PEM-Elektrolyse („Protonen-Austausch-Membran“), die mithilfe erneuerbarer Energie grünen Wasserstoff erzeugt.
Dr. Hiie-Mai Unger, Vorsitzende der Geschäftsführung bei DB Systemtechnik, betonte, die FEED-Studie werde Kenntnisse darüber liefern, wie grüner Wasserstoff in die Infrastruktur der Deutschen Bahn integriert werden könne; sowohl für die Dekarbonisierung als auch für die betriebliche Resilienz im DB-Netz.
Hintergrund: Deutsche Bahn setzt auf Wasserstoff
Die Deutsche Bahn will bis 2040 klimaneutral werden. Ein Element ihrer Dekarbonisierungsstrategie ist die Umstellung auf alternative Antriebe und die Nutzung grüner Energiequellen. So hatte der Konzern Anfang 2023 einen 40-Millionen-Euro-Vertrag mit der portugiesischen CaetanoBus S.A. über 60 Wasserstoffbusse abgeschlossen. Auch mit dem französischen H2-Unternehmen Lhyfe existiert seit 2024 eine Partnerschaft, während die DB Cargo AG Konzepte für den Wasserstofftransport per Schiene erarbeitet.







