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Finnland plant 300-MW-Anlage für grünen Wasserstoff

Flexens Oy Ab hat eine Absichtserklärung über einen Grundstückspachtvertrag für eine 300 MW-Wasserstoffproduktionsanlage im finnischen Kokkola unterzeichnet.

von | 21.11.22

21. November 2022 | Flexens Oy Ab und KIP Infra Oy haben eine Absichtserklärung über einen Grundstückspachtvertrag für eine 300 MW-Wasserstoffproduktionsanlage im finnischen Kokkola unterzeichnet.

Die Produktion von primär grünem Wasserstoff und Ammoniak soll Ende 2027 beginnen. Als das bisher größte Wasserstoffprojekt des Landes wäre die Anlage für die finnische Wasserstoffindustrie ein konkreter Schritt nach vorn. Sie könnte zudem eine autarke Düngemittelproduktion gewährleisten.

Die Marktaussichten für grünen Wasserstoff und Ammoniak schätzt das Unternehmen als hervorragend ein. BotH2nia, die rund um den Golf und die Bucht von Bothnia entstehende „Wasserstoffbucht des Nordens“, könnte laut Flexens einen erheblichen Teil des gesamten europäischen Energiebedarfs in Form von Wasserstoff decken.

Darüber hinaus würden die 300 MW der Kokkola-Anlage ein Drittel der in der finnischen Klima- und Energiestrategie angestrebten Kapazität von 1 GW abdecken.

„Dies sind sehr erfreuliche Nachrichten für Mittel-Ostbottnien und die Entwicklung der finnischen Wasserstoffwirtschaft. Dank des Tiefwasserhafens und des Industriezentrums der Stadt ist Kokkola ein sehr attraktives Investitionsziel.

 

Das Interesse an der Herstellung von grünem Wasserstoff und Ammoniak hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Die Verwirklichung dieses Projekts würde die Energieautarkie verbessern und die heimische Düngemittelproduktion für die Landwirtschaft stärken“, freut sich der finnische Wirtschaftsminister Mika Lintilä

Standortvorteile

Die neue Wasserstoffanlage entsteht im Industriepark von Kokkola. Die Wahl fiel auf Kokkola, weil die Stadt über ein geeignetes Industriegebiet verfügt. Durch die Wasserstoffanlage sollen hier zahlreiche neue Arbeitsplätze entstehen.

„In Kokkola wird bereits Wasserstoffgas hergestellt, was eine sichere Betriebsumgebung garantiert. Außerdem gibt es in dem Gebiet einen Hafen. Entlang der Westküste entsteht zudem eine Art ‚Wasserstoff-Hub‘, da es dort bereits die für die Wasserstoffproduktion erforderliche Windkraft und Ökostrom gibt“, erläutert Berndt Schalin, CEO von Flexens Oy Ab.

Darüber hinaus verhandelt Kokkolan Energia Oy über die Nutzung der Abwärme aus dem Wasserstoffwerk für die Fernwärmeerzeugung.

Nordic Hydrogen Route Bothnian Bay

Einer der wichtigsten Partner im Kokkola-Wasserstoffkraftwerksprojekt ist Gasgrid Finland, das gemeinsam mit dem schwedischen Unternehmen Nordion Energi die Infrastruktur für den Wasserstofftransport im Rahmen des Projekts Nordic Hydrogen Route Bothnian Bay entwickelt.

Das Projekt zielt darauf ab, ein 1.000 km langes Wasserstofftransportnetz rund um den Bottnischen Meerbusen zu errichten und bis 2030 einen offenen Wasserstoffmarkt zu schaffen.

Gasgrid und Flexens beabsichtigen, mit anderen Akteuren der Region den Entwicklungsbedarf für die lokale, regionale und nationale Wasserstoffinfrastruktur zu untersuchen.

„Wir laden die Akteure in der Region ein, sich an der gemeinsamen Studie von Flexens und Gasgrid zu beteiligen und sich aktiv an der Entwicklung der lokalen Wasserstoffwirtschaft zu beteiligen“, so Flexens-CEO Bernd Schalin.

 

(Flexens/2022)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Modell der 300-MW-Anlage in Kokkola (Quelle: KIP Infra Oy)

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