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Förderung von Powerfuels sollte sich auf großsaklige Projekte und Abnahmegarantien konzentrieren

Laut dem "Public Funding for Powerfuels Projects" Bericht ist eine Verlagerung der Förderprogramme auf Projekte im industriellen Maßstab und den Aufbau einer globalen Lieferkette notwendig. Nur so könne der schnelle Markthochlauf von Wasserstoff und anderen Powerfuels schneller gelingen.

von | 18.02.22

© bluedesign - stock.adobe.com
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First Hydrogen

18. Februar 2022 | Laut dem „Public Funding for Powerfuels Projects“ Bericht ist eine Verlagerung der Förderprogramme auf Projekte im industriellen Maßstab und den Aufbau einer globalen Lieferkette notwendig. Nur so könne der schnelle Markthochlauf von Wasserstoff und anderen Powerfuels gelingen.

Powerfuels sind erneuerbare strombasierte Kraftstoffe und Rohstoffe wie grüner Wasserstoff, E-Kerosin, E-Diesel oder Ammoniak. Um ihren Markthochlauf voranzutreiben, ist direkte staatliche Unterstützung unerlässlich. Zwar gibt es weltweit eine wachsende Zahl öffentlicher Förderprogramme und -instrumente für Powerfuels, nötig für eine schnelle Skalierung von weltweiten Produktionskapazitäten sind jedoch eine Verlagerung dieser Programme auf die Umsetzung von Projekten im industriellen Maßstab und der Aufbau globaler Lieferketten. Dies ist eine der Schlussfolgerungen des Berichts „Public Funding for Powerfuels Projects„, der von der Global Alliance Powerfuels veröffentlicht wurde. Der Bericht wertet systematisch 116 Förderprogramme aus 31 Ländern und der EU aus.

Förderbetrag pro Projekt ist zu niedrig

Die in dem Bericht analysierten öffentlichen Förderprogramme haben ein Gesamtvolumen von rund 200 Milliarden Euro; da sie jedoch häufig auch andere Energieträger oder Technologien abdecken, sind mit 23,4 Mrd. € nur 11,7 % ihrer Mittel speziell für Powerfuels bestimmt. Der durchschnittliche Förderbetrag pro Projekt ist nach wie vor relativ niedrig, und fast 90 % der bewerteten Programme bieten eine Investitionskosten (CAPEX)-Förderung, die Technologieentwicklung und Umsetzung von Demonstrationsprojekten ermöglicht. In Zukunft werden jedoch Förderinstrumente geeigneter sein, die Betriebskosten (OPEX) abdecken, um die längerfristige wirtschaftliche Rentabilität von Powerfuels-Projekten zu gewährleisten, so der Bericht.

Im Fokus steht noch F&E und Pilotprojekte

Andreas Kuhlmann, Sprecher der Global Alliance Powerfuels: „Powerfuels sind eine zentrale Säule zum Erreichen von Klimaneutralität. Neben privaten Investitionen sind auch direkte öffentliche Fördermaßnahmen erforderlich, um eine rasche Marktentwicklung und -integration zu gewährleisten. Der Bericht zeigt, dass sich über die Hälfte der weltweiten öffentlichen Förderprogramme für Powerfuels derzeit noch hauptsächlich auf die Finanzierung von Forschung und Entwicklung oder von Pilotprojekten konzentriert. In Zukunft wird sich der Schwerpunkt der öffentlichen Förderung jedoch darauf verlagern müssen, Umsetzung und Betrieb von Projekten in industriellem Maßstab zu erleichtern, z. B. durch längerfristige Abnahmevereinbarungen mit Contracts for Difference (CfD)-ähnlichen Finanzierungskonzepten.“

Die Notwendigkeit der Entwicklung eines globalen Marktes für erneuerbaren Wasserstoff und die Vorteile von internationalem Handel mit Powerfuels haben Länder auf der ganzen Welt erkannt. Das wird z. B. in der wachsenden Zahl strategischer bilateraler Wasserstoffpartnerschaftsabkommen deutlich. Allerdings konzentrieren sich die evaluierten Programme vorwiegend auf inländische Aktivitäten und Projekte. Um globale Lieferketten zu etablieren, müssen Förderinstrumente Projekte im Ausland stärker einbeziehen.

Darüber hinaus schlägt der Bericht vor, einen stärkeren Fokus auf die Integration verschiedener Wertschöpfungsstufen zu legen, anstatt ausschließlich den Aufbau von Produktionskapazitäten zu unterstützen. Zudem sollte der technologische Umfang von Förderprogrammen erweitert werden, um Anreize für die Marktentwicklung verschiedener gasförmiger und flüssiger Kraftstoffe und damit verbundener Technologien über grünen Wasserstoff hinaus zu schaffen.

 

(Quelle: dena)

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