Friedrich Vorwerk baut 10-MW-Elektrolyseur in Emden

Der Energieanlagenbauer Friedrich Vorwerk hat den Auftrag bekommen, für den norwegischen Konzern Statkraft eine Elektrolyseanlage zu errichten. Der PEM-Elektrolyseur soll am Standort in Emden entstehen und 2027 fertiggestellt sein. Ab dann soll die 10-MW-Anlage stündlich 200 Kilogramm Wasserstoff für den regionalen Verkehrssektor erzeugen.

von | 17.02.25

Rendering des geplanten 10-MW-Elektrolyseurs
© FRIEDRICH VORWERK
Friedrich Vorwerk baut 10-MW-Elektrolyseur für Statkraft in Emden

Friedrich Vorwerk übernimmt die Gesamtverantwortung für den Bau des 10-MW-Elektrolyseurs am Statkraft-Standort in Emden. Das Unternehmen habe mit der Detailplanung und den Vorbereitungen für die behördlichen Genehmigungen bereits begonnen, heißt es in der veröffentlichten Pressemeldung. Erste bauvorbereitende Maßnahmen laufen auch bereits auf dem Kraftwerksgelände.

Bei dem Elektrolyseur handelt es sich um eine PEM-Anlage. Der Energieanlagenbauer bringe dafür Erfahrungen aus vorherigen Projekten ein. Der Elektrolyseur soll in die bestehende Infrastruktur des Statkraft-Standorts integriert werden. Dort stehen außerdem ein Biomasse- und ein Gaskraftwerk.

Für die Wasserstoffproduktion soll der Elektrolyseur ausschließlich erneuerbare Energien nutzen. Geplant sei, dass die Anlage in Emden 2027 in Betrieb gehen soll. Zunächst wolle das Unternehmen den grünen Energieträger an Wasserstofftankstellen in der Region liefern. „Der Elektrolyseur soll zukünftig den regionalen Verkehrssektor mit 1.000 Tonnen grünem Wasserstoff versorgen, was dem jährlichen Bedarf von ca. 100 emissionsfreien Lkws entspricht”, heißt es auf der Internetseite von Statkraft.

Erweiterung um 200 MW geplant

Außerdem wolle der norwegische Konzern die 10-MW-Anlage mittelfristig um einen 200-MW-Elektrolyseur erweitern. Dafür hat das Unternehmen eine finanzielle Förderung in Höhe von 107 Millionen Euro über den EU-Innovationsfonds beantragt. Mit dieser erweiterten Anlage will Statkraft ab 2030 bis zu 20.000 Tonnen grünen Wasserstoff an die deutsche Industrie liefern. Die Verteilung soll dann über das geplante Wasserstoff-Kernnetz erfolgen.

Zusätzlich gibt der Konzern an, seinen Kunden in Emden grüne Fernwärme mittels eines Groß-Wärmepumpensystems bereitstellen zu wollen.

Die Anlage ist der zweite geplante Elektrolyseur des norwegischen Konzerns in Emden.

 

(Quelle: FRIEDRICH VORWERK/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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