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Gascade nimmt 400 Kilometer Wasserstoff-Kernnetz in Betrieb

Die Gascade Gastransport GmbH hat 400 Kilometer des Wasserstoff-Kernnetzes in Betrieb genommen. Im Rahmen des Programms „Flow – making hydrogen happen“ hat der Gasnetzbetreiber dafür eine bestehende Erdgasleitung für den Transport von Wasserstoff umgerüstet. Die Nord-Süd-Verbindung von der Ostsee nach Sachsen-Anhalt steht mit der initialen Befüllung dem Markt ab sofort zur Verfügung.

von | 19.12.25

Im „Flow – making hydrogen happen“ Projekt wollen Gascade, Ontras und Terranets bw ein Wasserstoff-Pipelinesystem vom Ostseeraum bis nach Südwestdeutschland, Tschechien, Frankreich und Österreich aufbauen.
© GASCADE
Gascade startet Wasserstoff-Transport auf 400 Kilometer des Kernnetzes

Gascade hat seinen ersten Abschnitt des Wasserstoff-Kernnetzes befüllt. Für die rund 400 Kilometer lange Leitung setze der Gasnetzbetreiber auf die Umrüstung vorhandener Infrastruktur statt auf Neubauten.

Die umgestellten Erdgasleitungen haben einen Durchmesser von 1,40 Metern. Gascade-Geschäftsführer Ulrich Benterbusch bezeichnet die technische Umstellung als Pionierleistung. Das Unternehmen will mit dem Projekt Planungssicherheit für die Industrie schaffen und CO₂-Emissionen reduzieren.

Der Gasnetzbetreiber konzentriert sich auf den Industriestandort Ostdeutschland. Der erste Pipeline-Abschnitt des „Flow – making hydrogen happen“-Projekts verbindet den Ostseeraum mit Sachsen-Anhalt. Die Infrastruktur soll Wasserstoff aus dem europäischen Ostseeraum aufnehmen. Auch Importe über den Hafen Rostock und grüner Wasserstoff vom Standort Lubmin können künftig eingespeist werden.

Erweiterung des Kernnetzes

Mit der initialen Befüllung des Abschnitts sei ein zentraler Teil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes entstanden, heißt es in der veröffentlichten Pressemeldung. Die Wasserstoff-Infrastruktur ist nach der initialen Befüllung für den Markt verfügbar. Kunden können die Wasserstoff-Leitungen ab sofort nutzen.

Gascade plant die Erweiterung der Wasserstoff-Infrastruktur bis 2029. Bis dahin will das Unternehmen Industriezentren in Süddeutschland an das Kernnetz anbinden.

Mit dem Projekt „Flow – making hydrogen happen“ will der Gasnetzbetreiber weitere Verbindungen nach Polen, Tschechien, Bayern und Österreich schaffen. Dabei setzt das Unternehmen auf eine Kombination aus umgestellten Bestandsleitungen und Neubauten. Geschäftsführer Christoph von dem Bussche betont die grenzüberschreitende Perspektive des Projekts für den Aufbau der europäischen Wasserstoff-Wirtschaft.

 

(Quelle: GASCADE/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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