Gasnetz Hamburg konkretisiert Pläne für Wasserstoffnetz

Gasnetz Hamburg ist mit Industrie- und Branchenvertretern zusammen gekommen. Auf der Konferenz wurden die Anforderungen der Industrieunternehmen an das Wasserstoff-Netz diskutiert. 2024 soll der Bau des Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netzes (HH-WIN) starten.

von | 21.09.23

Das aktuelle Gasnetz Hamburg ist ca 7.900 km lang, was der Luftlinie von Hamburg nach Toronto entspricht
Quelle: Gasnetz Hamburg
Quelle: Gasnetz Hamburg

21. September 2023 | Auf einer „Wasserstoffnetz-Konferenz“ hat die Gasnetz Hamburg GmbH mit künftigen Wasserstoffabnehmern die Anforderungen an das Gasnetz diskutiert. 2024 will der Betreiber den Bau des Hamburger Wasserstoff-Industrie-Netzes (HH-WIN) beginnen.

Die Gasnetz Hamburg GmbH plant südlich der Elbe ein Wasserstoffnetz, um Hamburger Industrieunternehmen mit grünem Wasserstoff zu versorgen. Um die Anforderungen für den Anschluss der Unternehmen an das Netz zu diskutieren, trafen sich 25 Vertreter der Branche am Standtort Tiefstack, der direkt neben dem Kohle-, Gas- und Heizkraftwerk, im Osten der Stadt liegt.

Die Realisierung der neuen Cluster orientiert sich nach Angaben von Gasnetz Hamburg an dem Versorgungsbedarf der abnehmenden Unternehmen. 2021 präsentierte die Firma das initiale Konzept fürs HH-WIN, das bis heute (bereits vor Baubeginn) erweitert wurde. Die laut Gasnetz Hamburg weitgehend abgeschlossen Trassenplanungen gehen jetzt über die zunächst geplanten 60 km Netzlänge hinaus.

Zur Veranstaltung das Unternehmen eine interaktive Karte des grünen Gasnetzes für Hamburgs Zukunft veröffentlicht.

„Politische Rahmenbedingungen fehlen“

Für 2024 ist der Baubeginn des HH-WIN geplant. Ab Ende 2026 soll der Wasserstoffmarkt starten. Voraussetzung sei, dass die politischen Rahmenbedingungen stehen.

Nach Ansicht von Timo Bollerhey, Geschäftsführer der H2 Global Advisory GmbH, kann sich mit einer politischen Förderung des zunächst teuren grünen Energieträgers über wenige Jahre zügig ein Wettbewerbsmarkt entwickeln.

Die richtigen Marktanreize seien in Deutschland und Europa entscheidend für das Gelingen des Wasserstoffhochlaufs, betonte Dr. Kirsten Westphal, Mitglied der Hauptgeschäftsführung beim Energieverband BDEW.

Quelle: Gasnetz Hamburg

(Quelle: Gasnetz Hamburg/2023)

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