Der GH2S in Stuttgart-Wangen nimmt weiter Form an: Die je 65 Tonnen schweren und 22 Meter hohen Niederdruckspeicher sind nun Teil des äußeren Erscheinungsbildes des künftigen Wasserstoff-Hubs. Die Speicher wurden per Schwerlasttransport nach Stuttgart gebracht und mithilfe von zwei Kränen aufgestellt.
Zusammen verfügen sie über ein Volumen von 328 Kubikmetern und können maximal 2.100 Kilogramm Wasserstoff aufnehmen. Diese Menge sei genug, damit beispielsweise ein Wasserstoffbus etwa 20.000 Kilometer zurücklegen könnte.
Tanks verbinden Produktion und Verteilung
Peter Drausnigg, Technischer Geschäftsführer der SWS, erklärte, die Speicher würden die Wasserstoffproduktion und -versorgung sinnvoll und flexibel miteinander verbinden.
Denn: Die Tanks sollen künftig als Puffer zwischen Produktion und Verteilung dienen. Stehe günstiger Solar- oder Windstrom zur Verfügung, werde die Wasserstoffproduktion hochgefahren. Wasserstoff, der nicht sofort in die Pipeline oder einen Trailer fließt, werde dann in den Speichern zwischengelagert, um später bedarfsgerecht verteilt zu werden.
GH2S ist Teil eines dreiteiligen Wasserstoffprojekts
Am 28. April 2025 hatten die SWS den Bau des GH2S begonnen (H2News berichtete).
Der Hub gehört zu einem Gesamtprojekt, das aus drei zentralen Komponenten besteht. Neben dem GH2S umfasst das Projekt: die Wasserstoff-Distribution über die H2 GeNeSiS-Pipeline sowie H₂-Anwendungen im Rahmen von HydroPulse Stuttgart (HyPulseST). Die technische Umsetzung des Gesamtprojektes begann mit der Installation von drei Elektrolyseuren am Stuttgarter Hafen. Diese sollen ab Ende 2026 Wasserstoff produzieren, wofür ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien zum Einsatz kommen soll.
Den produzierten grünen Wasserstoff wollen die SWS entweder über Trailer oder die geplante unterirdische H2 GeNeSiS-Pipeline zu den Abnehmern transportieren. Die Pipeline soll von Stuttgart-Ost über Stuttgart-Hedelfingen und den Hub bis zur Gemarkungsgrenze Esslingen verlaufen. An diese Leitungsinfrastruktur sollen dann unter anderem Wasserstofftankstellen in der Region angeschlossen werden.











