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Green Steel: Salzgitter vergibt Auftrag für DRI-Anlage

Die Salzgitter AG hat ein Konsortium aus Tenova, Danieli und DSD Steel Group mit dem Bau einer Direktreduktionsanlage (DRI-Anlage) auf dem Gelände der Salzgitter Flachstahl GmbH beauftragt. Mit ihr lassen sich voraussichtlich 2 Mio. t DRI pro Jahr erzeugen. Der Kauf ist Teil des SALCOS-Programms zum Einsatz von Wasserstoff in der Stahlproduktion.

von | 25.05.23

Alexander Stein, Salzgitter Flachstahl GmbH; Claude M. Pirson, DSD Steel Group GmbH; Ulrich Grethe, Salzgitter Flachstahl GmbH; Giacomo Mareschi Danieli, CEO von Danieli und Roberto Pancaldi, CEO von Tenova
Salzgitter AG
Alexander Stein, Salzgitter Flachstahl GmbH; Claude M. Pirson, DSD Steel Group GmbH; Ulrich Grethe, Salzgitter Flachstahl GmbH; Giacomo Mareschi Danieli, CEO von Danieli und Roberto Pancaldi, CEO von Tenova

25. Mai 2023 | Die Salzgitter AG hat ein Konsortium aus Tenova, Danieli und DSD Steel Group mit dem Bau einer Direktreduktionsanlage (DRI-Anlage) auf dem Gelände der Salzgitter Flachstahl GmbH beauftragt. Mit ihr lassen sich voraussichtlich 2 Mio. t DRI pro Jahr erzeugen. Der Kauf ist Teil des SALCOS-Programms zum Einsatz von Wasserstoff in der Stahlproduktion.

Es handle sich um die größte Teilanlage des Green Steel-Programms SALCOS® – Salzgitter Low CO2 Steelmaking. Dies teilt die Salgitter AG in einer aktuellen Pressemeldung mit.

Die DRI-Anlage soll über eine jährliche Produktionskapazität von rund 2 Mio. t direktreduziertem Eisen (DRI) verfügen. Damit könne sie die Hälfte der bis 2033 geplanten Gesamtkapazität an DRI stellen.

Über das pneumatische Hytemp®-Transportsystem will Salzgitter die DRI-Anlage mit dem benachbarten Elektrolichtbogenofen verbinden, sodass die reduzierten Eisenpellets in heißem Zustand in den Ofen eingespeist werden können.

Energiron-Verfahren

Die Direktreduktionsanlage beruht auf der von Tenova und Danieli gemeinsam entwickelten Technologie „Energiron ZR® Direct Reduction“. Sie kann flexibel mit Wasserstoff und Erdgas in beliebigen Mischungsverhältnissen betrieben werden.

Nach eigenen Angaben ist die Salzgitter AG der erste europäische Stahlhersteller, der die Investitionsentscheidung getroffen, die Finanzierung gesichert sowie wesentliche Aufträge für die Transformation vergeben hat.

In drei Stufen zum grünen Stahl

Ihr Green Steel-Programm will die Salzgitter AG bis 2033 in drei Stufen umsetzen. Die erste soll 2025 erreicht sein und besteht aus der DRI-Anlage, einem Elektrolichtbogenofen sowie einer 100-MW-Elektrolyseanlage.

Die Finanzierung der ersten Stufe, rund 1 Mrd. €, erfolgt durch die jüngst übergebenen Fördermittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz und des Landes Niedersachsen. Hinzu kommen Eigenmittel von über 1 Mrd. €.

Den Elektrolichtbogenofen hatte die Saltgitter AG schon vorher in Auftrag gegeben. Mit der DRI-Anlage habe man nun die größte Teilanlage des SALCOS®-Programms bestellt.

„Signifikante Mengen“ ab 2026

Laut Gunnar Groebler, CEO der Salzgitter AG, könne man bereits ab 2026 „signifikante Mengen an grünen Stahl produzieren“ und verkaufen.

Roberto Pancaldi, CEO von Tenova, lobte die lange Zusammenarbeit mit Salzgitter. Zur Anlagentechnik erklärt er:

„Salzgitter hat Energiron ZR® von Anfang an als die einzige Technologie identifiziert, die entwickelt und ausgiebig getestet wurde, um beliebige Anteile von Reduktionsgasgemischen ohne Anlagenänderungen nutzen zu können und damit einen nahtlosen Übergang von Erdgas zu Wasserstoff zu ermöglichen.

 

Darüber hinaus wird der Einsatz des Hytemp®-Systems den Energieverbrauch im Elektrolichtbogenofen stark reduzieren und damit erheblich zu einer weiteren Verringerung der CO2-Emissionen beitragen.“

 

(Quelle: Salzgitter/2023)

 

 

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