Die LiquidSolar-Technologie ist ein elektrifiziertes, modulares System. Es kombiniert CO₂-Abscheidung mit grüner Wasserstoffproduktion und liefert ein hochreines Synthesegas. Dieses lässt sich zu E-Methanol, nachhaltigem Flugkraftstoff (efuels) oder SNG weiterverarbeiten.
Die Duisburger Anlage produziert fünf Tonnen SNG pro Jahr. Die CO₂-Abscheidungskapazität liegt bei 40 Tonnen jährlich. Das Projekt soll den Übergang von der Entwicklung zur industriellen Produktion synthetischer Kraftstoffe markieren. Laut Greenlyte können so synthetische Kraftstoffe zu fossil-wettbewerbsfähigen Kosten produziert werden. Das Unternehmen habe bereits langfristige Abnahmeverträge mit Eurowings und MB Energy abgeschlossen.
Von der Planung bis zur Inbetriebnahme der LiquidSolar-Anlage vergingen weniger als zwölf Monate. Die Bauphase dauerte unter drei Monate. Dass die Umsetzung so schnell erfolgen konnte, liegt unter anderem an dem modular aufgebauten System, das leicht skalierbar ist.
Partnerschaft mit Forschungseinrichtungen aus NRW
In Pilotprojekten hat die Technologie laut dem Hersteller bereits über 13.000 Betriebsstunden absolviert. Bis 2027 plant Greenlyte eine skalierte Anlage für E-Methanol in Marl. Der Eintritt in internationale Märkte ist für 2030 vorgesehen. CEO Florian Hildebrand bezeichnet das System als technisch ausgereift und wirtschaftlich attraktiv
„Greenlyte zeigt eindrucksvoll, wie Spitzenforschung zu echter Wertschöpfung wird: Mit der weltweit ersten integrierten DAC-to-SNG-Anlage in Duisburg wird schädliches Treibhausgas in eine wertvolle Ressource umgewandelt. Das ist Zukunftstechnologie ‚Made in NRW‘“, sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst bei der Einweihung der Anlage.
Das Essener Unternehmen hat die Anlage gemeinsam mit dem Zentrum für Brennstoffzellentechnik, dem Institut für Energie- und Umweltverfahrenstechnik der Universität Duisburg-Essen und dem Lehrstuhl für Technische Thermodynamik der RWTH Aachen realisiert. Uniper ist assoziierter Partner des Konsortiums.
Die Europäische Union fördert das Projekt über den EFRE/JTF-Fonds. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt das Vorhaben über das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie. Ministerpräsident Hendrik Wüst sieht in dem Projekt einen Beitrag zur klimaneutralen Industrieregion.









