Großes Netzgebiet in NRW soll Zugang zu Wasserstoff erhalten

Thyssengas und Gelsensenwasser Energienetze wollen gemeinsam mehrere Regionen in NRW mit Wasserstoff versorgen. Darüber haben die Netzbetreiber gestern (9. April) entsprechende Absichtserklärungen unterzeichnet. 

von | 10.04.24

© Thyssengas
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NRW

10. April 2024 | Thyssengas und Gelsenwasser Energienetze wollen gemeinsam mehrere Regionen in NRW mit Wasserstoff versorgen. Darüber haben die Netzbetreiber gestern (9. April) entsprechende Absichtserklärungen unterzeichnet.

Mit der Unterzeichnung der Absichtserklärungen (LOI, „Letters of Intent“) sei der „Grundstein für die H2-Versorgung in gleich mehreren Bereichen“ von NRW gelegt, so Thyssengas in einer Pressemitteilung. Dazu gehörten das Münsterland sowie mehrere Gebiete am nördlichen Niederrhein, darunter Isselburg, Kalkar und Xanten.

Der Fernleitungsnetzbetreiber Thyssengas soll dabei den Wasserstofftransport in die betreffenden Regionen übernehmen und in das örtliche Verteilnetz einspeisen. Dort zeichne der Verteilnetzbetreiber (VNB) Gelsenwasser Energienetze dann für die Verteilung des Wasserstoffs an lokale Verbraucher verantwortlich.

Die Absichtserklärung demonstriere die wachsende Relevanz der Wasserstoffinfrastruktur, so Dr. Arne Dammer, Leiter Strategie und Innovation bei Thyssengas. Dabei denke man „über das H2-Kernnetz als Phase 1 hinaus“. Die zweite Phase des Wasserstoffhochlaufs mit ihrem Übergang in einen integrierten Netzentwicklungsplan für Erdgas und Wasserstoff sei hier „gelebte Praxis“.

Thyssengas zielt auf FNB-Spitzenposition

Die in der neuen Kooperation geplanten Netzkopplungspunkte am Niederrhein und im Münsterland sollen „zahlreiche energieintensive Unternehmen“ abdecken. Dies schaffe Investitionssicherheit und somit die Grundlage für die Umrüstung dieser Industrien auf die Nutzung von grünen Wasserstoff. Grundlage der Vereinbarung waren Marktabfragen von Thyssengas, durch die der FNB regionale H2-Cluster identifiziert hatte.

Bereits im Juni 2023 hatte Thyssengas bekanntgegeben, eine Erdgas-Leitung zwischen Emmerich und Bocholt auf Wasserstoff umstellen zu wollen. Im Juli 2023 erklärte das Unternehmen, der führende Transportnetzbetreiber für Wasserstoff in Deutschland zu werden. Seine H2-Aktivitäten bündelt der FNB seitdem auf einer eigenen Microsite. Darauf folgte eine Vielzahl neuer Kooperationsvereinbarungen mit Fokus auf Nordrhein-Westfalen. So will Thyssengas u.a. die Chemieparks in Krefeld, Leverkusen und Dormagen mit Wasserstoff versorgen.

Das H2-Startnetz von Thyssengas

 

(Quelle: Thyssengas/2024)

 

 

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