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„Grüne Düngemittel“? Joint Venture nutzt H₂ in der Agrarindustrie

Das jüngst gegründete Joint Venture FertigHy will mehrere Fabriken zur Herstellung CO2-armer Düngemittel in Europa bauen. Die erste soll ab 2025 in Spanien entstehen. Der Clou: Bei der Produktion sollen ausschließlich erneuerbarer Strom und grüner Wasserstoff zum EInsatz kommen.

von | 29.06.23

FertigHy will grünen Wasserstoff zu einem Kernelement der Düngemittelproduktion machen
©FertigHy
DWR ECO 2023

29. Juni 2023 | Das jüngst gegründete Joint Venture FertigHy will mehrere Fabriken zur Herstellung CO2-armer Düngemittel in Europa bauen. Die erste soll ab 2025 in Spanien entstehen. Der Clou: Bei der Produktion sollen ausschließlich erneuerbarer Strom und grüner Wasserstoff zum Einsatz kommen.

Jede Anlage soll jährlich rund 2 Mio. t CO2 einsparen. Am Joint Venture sind die Unternehmen EIT InnoEnergy, RIC Energy, MAIRE, Siemens Financial Services, InVivo und Heineken beteiligt.

Die Entscheidung der Industrieunternehmen, in die „grüne Düngemittelproduktion“ zu investieren, sei maßgeblich von den jüngsten industriepolitischen Weichenstellungen der Europäischen Kommission beeinflusst worden. Diese verstehen sich auch als Reaktion auf den US-amerikanischen Inflation Reduction Act.

José Antonio de las Heras, CEO des neuen Joint Ventures, betonte in einer Pressemitteilung dass FertigHy die Resilienz der europäischen Agrarindustrie erhöhen und „ihre Dekarbonisierung beschleunigen“ könne:

„Nie war es dringlicher, die Düngemittelproduktion in Europa zu stärken und auf eine nachhaltigere Grundlage zu stellen. Es jetzt an der Zeit, eine umweltfreundlichere und autarke Agrarindustrie zu schaffen, die selbst bei unterbrochenen Lieferketten robust genug ist, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.“

Düngemittel als Teil des European Green Hydrogen Acceleration Center (EGHAC)

Nach offiziellen Angaben ist der Landwirtschaftssektor allein für 13 % der gesamten Treibhausgasemissionen der EU verantwortlich. Jedes Jahr setzen europäische Landwirte über 11 Mio. Stickstoffdünger ein.

In ihrer „Mitteilung zur Sicherstellung der Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit von Düngemitteln“ vom Oktober 2022 hat die Europäische Kommission den Düngemittelsektor daher als besonders wichtig bezeichnet und unterstützt den Übergang zu kohlenstoffarmen Düngemitteln.

Jacob Ruiter, geschäftsführender Direktor der EGHAC, kommentierte: „Die Ambitionen von gehen Hand in Hand mit dem Fit-for-55-Paket, mit REPowerEU und dem Green-Deal-Industrieplan. Sie zeigen, dass wir in der Lage sind, in Europa eine wettbewerbsfähige Netto-Null-Industrie aufzubauen.“

Weitere Informationen finden Sie hier

 

(Quelle: dwr eco/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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