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Grüner Stahl: Salzgitter setzt Spatenstich für DRI-Anlage

Am 05. Dezember hat der Spatenstich auf dem Salcos-Hüttengelände stattgefunden. Die Salzgitter AG setzt nun die erste der drei Ausbaustufen des Projektes um: Sie umfasst unter anderem den Bau einer Direktreduktionsanlage, eines Elektrolichtbogenofens und eines 100-MW-Elektrolyseurs.

von | 07.12.23

Markus Raab, Sebastian Luther und Laura Medefind beim symbolischen Spatenstich des Hauptschalthauses
© Salzgitter AG
Spatenstich SALCOS Salzgitter

07. Dezember 2023 | Am 05. Dezember hat die Salzgitter AG den Spatenstich für das Hauptschalthaus der Direktreduktionsanlage (DRI-Anlage) gesetzt. Damit startet der Stahlkonzern nun die erste von drei Ausbaustufen des Salcos-Projektes. Sie umfasst neben dem Bau der DRI-Anlage, einen Elektrolichtbogenofen und einen 100-MW-Elektrolyseur.

Der erste Teil des dreistufigen Ausbaus ist das Hauptschalthaus der Direktreduktionsanlage (DRI-Anlage). Im Jahr 2024 soll es nach einer Planungsphase von knapp einem Jahr fertiggestellt sein. Außerdem sind in der ersten Ausbaustufe ein Elektrolichtbogenofen und ein 100-MW-Elektrolyseur geplant. Diese werden vom Bund und dem Land Niedersachsen mit insgesamt ca. 1 Mrd. € gefördert. Laut eigenen Angaben investierte Salzgitter zusätzlich etwa 1,3 Mrd. € für den ersten Teil des Salcos-Projekts.

Jedes einzelne der 13 Teilprojekte sei für den Gesamterfolg wichtig, betont Martin Zappe, Programmleiter von Salcos, während des symbolischen Spatenstichs für das Teilprojekt Hauptschalthaus Direktreduktion: „Das Hauptschalthaus ist wichtig für Salcos, denn von hier aus wird künftig die gesamte Direktreduktionsanlage versorgt und gesteuert.“

Die nun eröffnete Baustelle nimmt fast ein Viertel der Gesamtfläche des Hüttengeländes ein. Auf den 1,5 km² setzt der Stahlkonzern nun die erste Stufe seines Salzgitter Low CO₂ Steelmaking (Salcos)-Programms um.

Salcos: Stufe 1 soll Emissionen um ein Drittel reduzieren

Mit jährlich etwa 8 Mio. t trägt die Stahlerzeugung in Salzgitter nach Angaben des Unternehmens zu etwa 1 % der deutschlandweiten CO₂-Emissionen bei. Nach der nun begonnenen ersten Ausbaustufe könnten diese bereits um ein Drittel reduziert werden. Künftig will der niedersächsische Stahlkonzern jährlich rund 1,9 Mio. t CO₂-armen Rohstahl produzieren. Bis 2033 könne man so bis zu 95 % der Gesamtemissionen einsparen.

Ein integriertes Hüttenwerk im laufenden Betrieb zu transformieren sei technisch komplex und erfordere eine spezifische Organisation. Hierbei unterstützt ein 35-köpfiges Team des Beratungsunternehmens Drees & Sommer den Stahlproduzenten.

Spatenstich Hauptschalthaus SALCOS

Am 05. Dezember fand der Spatenstich des Hauptschalthauses der Direktreduktionsanlage statt (© Salzgitter AG)

(Quelle: Drees & Sommer/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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