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Wasserstoff aus Down Under: Bayern und Australien vertiefen Zusammenarbeit

Australische Unternehmens- und Regierungsvertreter haben sich im Bayerischen Wirtschaftsministerium zum Wasserstoff-Round Table getroffen. Gemeinsam evaluierte man Möglichkeiten für bilaterale Wasserstoff-Kooperationen. Schwerpunkte: Der Import von Wasserstoff aus Australien sowie der Export von Technologie und Know-how aus dem Freistaat.

von | 09.05.23

© StMWi
© StMWi

09. Mai 2023 | Australische Unternehmens- und Regierungsvertreter haben sich im Bayerischen Wirtschaftsministerium zum „Wasserstoff Round Table“ getroffen. Gemeinsam evaluierte man Möglichkeiten für bilaterale Wasserstoff-Kooperationen. Schwerpunkte: Der Import von Wasserstoff aus Australien sowie der Export von Technologie, Produkten und Know-how aus dem Freistaat.

Knapp 70 H2-Akteure aus Bayern und Australien diskutierten mit Wirtschaftsminister Aiwanger, H2.B Co-Vorstand Prof. Wasserscheid, Catherine Zerger (Department of Climate Change, Energy, the Environment and Water), Fiona Simon (Australian Hydrogen Council) und Florence Lindhaus (German-Australian Chamber of Industry and Commerce). Zahlreiche Partner aus dem Wasserstoffbündnis Bayern waren ebenfalls vor Ort vertreten.

Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger sagte:

“Gerade für Bayern als wirtschaftsstarker Standort mit Chemieindustrie und Raffinerien ist eine zuverlässige Belieferung mit Wasserstoff entscheidend.

 

Wir werden die benötigten Mengen an Wasserstoff nicht aus heimischer Produktion decken können, sondern sind auf Importe angewiesen. Australien hat großes Potenzial als Erzeuger von grünem Wasserstoff und kann deshalb ein wichtiger Partner für Bayern werden.”

Australischer Wasserstoff für die süddeutsche Industrie?

Die Teilnehmenden der australischen Delegation waren Vertreter der größten Wasserstoffprojekte Australiens sowie von Regierungen auf föderaler Ebene. Eine Zusammenarbeit besteht bereits: Siemens Energy betreibt aktuell im Hydrogen Park South Australia den bisher größten Elektrolyseur Australiens.

H2.B-Co-Vorstand Prof. Peter Wasserscheid betont:

„Die Zusammenarbeit australischer und bayerischer Wasserstoffakteure weist sehr hohes Potential auf: Bayern kann technologisches Know-How und Produkte für die Umsetzung großer H2-Produktionsprojekte in Australien liefern, aber auch bei der Transformation der australischen Wirtschaft einen Beitrag leisten. Australien wiederum hat beste Voraussetzungen ein global agierender Produzent von grünem Wasserstoff und grünen Wasserstoffderivaten zu werden.

 

Dies sind Produkte, die Bayern in Zukunft benötigen wird. Der gute Austausch beim Australisch-Bayerischen Wasserstoff-Round Table stimmt uns zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit in diesen wichtigen Zukunftsfeldern schon bald deutlich an Fahrt aufnehmen wird.“

Gemeinsam für den H2-Hochlauf

Die Veranstaltung organisierte das Zentrum Wasserstoff.Bayern (H2.B) in Zusammenarbeit mit dem bayerischen Wirtschaftsministerium (StMWi), der IHK für München und Oberbayern und den Organisatoren der Delegationsreise, AHK Australien und RENAC AG.

Die Reise erfolgte im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klima (BMWK). Ziel ist, die bilaterale Zusammenarbeit rund um den Wasserstoffhochlauf zu vertiefen.

Das Treffen fand am 02.05.2023 in München statt (© StMWi)

(Quelle: H2.B/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Treffen mit der australischen Delegation zum Wasserstoff Round Table (Quelle: H2.B)

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