Grüner Wasserstoff aus Meerwasser: Lhyfe eröffnet erste Offshore-Produktionsanlage

Der Wasserstoffproduzent Lhyfe hat in Saint-Nazaire (FR) die weltweit erste Offshore-Anlage für grünen Wasserstoff eingeweiht. Lhyfe kombiniert damit erstmals die Offshore-Wasserstoffproduktion mit der Nutzung von Meerwasser und ist in der Lage, diese Technologie zeitnah zu skalieren.

von | 23.09.22

23. September 2022 | Der Wasserstoffproduzent Lhyfe hat in Saint-Nazaire (FR) die weltweit erste Offshore-Anlage für grünen Wasserstoff eingeweiht. Lhyfe kombiniert damit erstmals die Offshore-Wasserstoffproduktion mit der Nutzung von Meerwasser und ist in der Lage, diese Technologie zeitnah zu skalieren.

Das Ziel von Lhyfe ist es, bis 2030 eine Erzeugungskapazität für grünen Wasserstoff von 3 GW installiert zu haben.

„Die „Sealhyfe“-Plattform ebnet den Weg für einen Paradigmenwechsel in der Energiebranche. Die Nachfrage nach grünem Wasserstoff wächst rasant und ist für die Dekarbonisierung nicht elektrifizierbarer Industrieprozesse und Mobilitätsanwendungen unabdingbar.

Nur mit der Erschliessung von Offshore-Potenzialen in Ländern mit Meerzugang kann die Souveränität der europäischen Wasserstoffbranche und nachgelagerten Abnehmern garantiert werden”, so Luc Graré, Head of Central und Eastern Europe.

Grüner Wasserstoff aus Meerwasser

Die Produktionsanlage integriert einen 1MW Elektrolyseur mit der Nutzung von Meerwasser. Täglich werden so aktuell 400kg grüner Wasserstoff produziert. Die Erzeugung des klimafreundlichen Wasserstoffs dient dabei vorerst zu Forschungs- und Entwicklungszwecken.

Nach erfolgreicher Pilotphase sollen weitere Potenziale erschlossen werden.

“Die Produktionseinheit ist auf einer schwimmenden Plattform installiert, die wiederum mit einer schwimmenden Windkraftanlage verbunden ist. Neben starkem Wellengang und unterschiedlichsten Witterungsbedingungen, stellt vor allem die Durchführung sämtlicher Schritte der Wasserstoffproduktion eine große Herausforderung dar, die wir gezielt angehen”, so Luc Graré.

 

“Die Expertise, die wir in unserer Produktionsanlage in Bouin bereits sammeln konnten, fließt vollumfänglich in dieses Projekt ein. Zusätzlich können wir auf die Erfahrung von Plug Power und Chantiers de l’Atlantique zählen, die uns hier tatkräftig unterstützen.”

Die Anlage wird insgesamt 18 Monate getestet, 12 davon auf hoher See. Dabei wird sie 20km von der Küste entfernt an eine schwimmende Windkraftanlage (Typ Floatgen) angeschlossen.

Nach der Pilotphase werden die Erkenntnisse ausgewertet und in Zusammenarbeit mit PlugPower und Chantiers de l’Atlantique weitere Anlagen gebaut. Für die Offshore-Projekte plant Lhyfe eine Installationskapazität von mindestens 100MW zu etablieren.

 

(Lhyfe/2022)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Beschäftigte von Lhyfe auf der Offshore-Plattform bei der Eröffnungsfeier (Quelle: Lhyfe)

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