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Grüner Wasserstoff aus Nordafrika: Deutschland als Exportmarkt

Laut einem Analysebericht des Energy Industries Council (EIC) aus dem Januar 2026 planen nordafrikanische Länder den Export von grünem Wasserstoff nach Europa, insbesondere nach Deutschland. Jedoch stehe der afrikanische Kontinent vor diversen Herausforderungen hinsichtlich des Wasserstoffzubaus. Abhilfe können laut EIC erweiterte internationale Zusammenarbeiten und Finanzierungsmechanismen schaffen.

von | 06.02.26

Ägypten und Marokko planen den Export von grünem Wasserstoff in europäische Märkte
© Adobe Stock / sornram
Grüner Wasserstoff aus Nordafrika Deutschland als Exportmarkt

Die verfügbaren afrikanischen Wind- und Solarressourcen können zu dem Ausbau der grünen Wasserstoffproduktion beitragen. Das zeigt ein Analysebericht des Energieverbands EIC aus dem Januar 2026.

Nordafrika will nach Europa exportieren

Mehr als die Hälfte der derzeit aktiv entwickelten Wasserstoffprojekte in Afrika entfalle auf Nordafrika. 37 Projekte würden allein in Ägypten und Marokko umgesetzt werden. Die beiden Länder verfolgten damit das Ziel, sich als Exporteure von grünem Wasserstoff für Europa zu etablieren. Deutschland gelte dabei als einer der wichtigsten Zielmärkte. Im Rahmen dessen seien Pipeline-Netze geplant, die nordafrikanische Wasserstoffproduzenten mit europäischen Verbrauchern verbinden.

Südafrika verfolge hingegen die Produktion von grünem Ammoniak. Das Land sieht dabei den Export des Gases nach Asien, unter anderem nach Japan und Südkorea, vor.

Hoher Strombedarf, begrenzte Infrastruktur

Jedoch steht der Kontinent laut Analysebericht vor diversen Herausforderungen: Wasserknappheit, eine begrenzte Infrastruktur sowie ein hoher lokaler Strombedarf wirken sich auf den Zubau von Wasserstoffprojekten aus.

Internationale Zusammenarbeit im Fokus

So werde auf kurze Sicht erwartet, dass Projekte in Afrika auf internationale Zusammenarbeit angewiesen sind, um beispielsweise wichtige Ausrüstungsteile zu erhalten. Gleichzeitig stehe die Modernisierung der Infrastruktur und des Anlagenbetriebs sowie die Instandhaltung zukünftiger Anlagen vor Ort im Fokus.

Eine weitere Möglichkeit ist nach Verbandsangaben die Einführung von Finanzierungsmechanismen, wie sie bereits in Europa existieren. Diese Mechanismen könnten die frühe Projektentwicklung unterstützen und die Projekte bis zu der endgültigen Investitionsentscheidung (FID) führen.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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