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Grüner Wasserstoff aus Offshore-Windenergie: Projekt geht in zweite Phase

Das Projekt „Grüner Wasserstoff mit Offshore-Windenergie" der Stiftung Offshore-Windenergie erhält eine weitere Fördertranche. Der niedersächsische Umwelt- und Energieminister Christian Meyer (Grüne) hat einen Förderbescheid über 984.000 € für die zweite Projektphase an das Stiftungsmitglied Dr. Knud Rehfeldt übergeben.

von | 19.07.23

Niedersachsens Energieminister Christian Meyer (rechts) bei der symbolischen Übergabe der Fördermittel in Höhe von rund 1 Mio. €
© Stiftung Offshore Windenergie / Tim Efing
© Stiftung Offshore Windenergie / Tim Efing

19. Juli 2023 | Das Projekt „Grüner Wasserstoff mit Offshore-Windenergie“ der Stiftung Offshore-Windenergie erhält eine weitere Fördertranche. Der niedersächsische Umwelt- und Energieminister Christian Meyer (Grüne) hat einen Förderbescheid über 984.000 € für die zweite Projektphase an das Stiftungsmitglied Dr. Knud Rehfeldt übergeben.

Offshore-Windenergie und Grüner Wasserstoff seien „Schlüsselelemente für eine erfolgreiche Energiewende“. Am besten in Kombination: Offshore erzeugter Strom biete ein enormes Potenzial für die Produktion von grünem Wasserstoff, so der Minister.

Die erste Projektphase ab Dezember 2020 hatte das Land Niedersachsen mit 550.000 € gefördert. Nach eigenen Angaben hat die Stiftung Offshore Windenergie hier vor allem Impulse auf politischer Ebene gesetzt. So habe man regulatorische Prozesse fachlich beraten sowie Studien und Handlungsempfehlungen in Auftrag gegeben.

Darunter fällt eine erste Bedarfs- und Potentialanalyse zur Erzeugung von grünem Wasserstoff mit Offshore-Windenergie durch die Deutsche WindGuard im September 2021. Sie untersucht das Potential von Offshore-Windenergie in Kombination mit der Produktion von Grünem Wasserstoff. Im Mai 2023 hat die Stiftung eine Kurzstudie zur Analyse der Standortfaktoren für den Betrieb von Elektrolyseuren mit Offshore-Windenergie beauftragt, ebenfalls bei Deutsche WindGuard.

Hintergrund: Offshore-Windenergie für die Wasserstoffproduktion

Eine Umfrage von H₂News zeigt, dass Offshore-Windenergie als aussichtsreichste Stromquelle für die Produktion von grünem Wasserstoff gilt. Mit der Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes (WindSeeG) im Juli 2022 wurden die Ausbauziele für Windkraft auf See in Deutschland angehoben: 30 GW bis 2030, 40 GW bis 2035, 70 GW bis 2045. Gemeinsam mit den Ausbauambitionen der Anrainerstaaten sollen Nord- und Ostsee zu einem „Energiezentrum“ werden. Ein signifikanter Teil des erzeugten Stroms könnte für die Produktion von grünem Wasserstoff zum Einsatz kommen.

Dafür will das vom Land Niedersachsen geförderte Projekt “Grüner Wasserstoff mit Offshore-Windenergie” den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette fördern. Dazu zählen neben Behörden und Politik die Offshore-Windparkbetreiber, der Maschinen- und Anlagenbau, Gas- und Stromnetzbetreiber, Elektrolyseindustrie sowie Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie industrielle Anwender. Darüber hinaus sollen Nutzungskonzepte für Grünen Wasserstoff und seine Derivate entwickelt werden.

Interaktive Karte des Ausbaustandes der Offshore-Windenergie in Deutschland der Stiftung Offshore Windenergie

 

(Quelle: Stiftung Offshore-Windenergie/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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