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Grüner Wasserstoff in der Stahlproduktion und für die Olympischen Spiele

Ugitech, eine Tochtergesellschaft der Swiss Steel Group, will grünen Wasserstoff in seiner Stahlproduktion einsetzen. Dafür soll Lhyfe eine Elektrolyseanlage in der Nähe von Ugine in Frankreich bauen. Am 30. April haben die beiden Unternehmen dafür ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet. 

von | 03.05.24

Das Stahlunternehmen produziert jährlich rund 200.000 Tonnen Stahl. Durch das Projekt mit Lhyfe könne es den Ausstoß von 16.000 Tonnen CO₂ pro Jahr vermeiden
© Ugitech/Swiss Steel Group
View Of Ugitech’s Ugine Steel Plant

03. Mai 2024 | Ugitech, eine Tochtergesellschaft der Swiss Steel Group, will grünen Wasserstoff in seiner Stahlproduktion einsetzen. Dafür soll Lhyfe eine Elektrolyseanlage in der Nähe von Ugine in Frankreich bauen. Am 30. April haben die beiden Unternehmen dafür ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet.

Im Rahmen seiner Dekarbonisierung-Strategie plant Swiss Steel an ihrem Industriestandort in Ugine grünen Wasserstoff einzusetzen. Der Stahlkonzern will Erdgas in den thermischen Anlagen (Brenner, Wiedererwärmungsöfen, Wärmebehandlungsöfen usw.) durch grünen Wasserstoff ersetzen. Der Wasserstoff soll mit einer Elektrolyseanlage von Lhyfe produziert werden. So könne das Unternehmen dazu beitragen, künftig den Ausstoß von rund 16.000 Tonnen CO₂ bei der Stahlproduktion zu verhindern.

Für Lhyfe ist es die erste Unterzeichnung einer solchen Vereinbarung mit einem Stahlproduzenten, heißt es in der am 30. April veröffentlichten Pressemeldung. Das Unternehmen plant die Errichtung einer Produktionsanlage mit einer Kapazität von bis zu zwölf Tonnen pro Tag (mit einer maximalen Elektrolysekapazität von 30 MW) in der Nähe des Ugitech-Werks. Dieser grüne Wasserstoff wäre in erster Linie für die Versorgung des Werks über eine Pipeline bestimmt.

Die beiden Partner wollen nun mit der Machbarkeitsstudie für dieses Projekt beginnen. Die Umsetzung des Projekts wird von den Ergebnissen der Studie, der Erteilung der Betriebs- und Baugenehmigung sowie von Entscheidungen über finanzielle Investitionen abhängen.

Wasserstoff-Mobilität für Olympischen Spiele in Frankreich

Der französische Elektrolyseur-Hersteller will darüber hinaus weitere Industrie-Akteure mit dem dort produzierten grünen Wasserstoff beliefern. Zusätzlich soll der Energieträger auch in der lokalen Mobilität eingesetzt werden. Durch die Lage des Elektrolyseurs mitten in den französischen Alpen biete sich der Standort zur Versorgung der Mobilität im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2030 an. Dadurch könnte der Standort zu einem Modell für nachhaltigen Wintertourismus werden, heißt es von Lhyfe.

Bereits bei den diesjährigen Olympischen und Paralympischen Sommerspielen sollen die Besucher in Frankreich mit Hilfe von Wasserstoff transportiert werden. Dafür hat sich Toyota mit der GCK-Gruppe zusammengetan. Gemeinsam wollen sie zehn Dieselbusse umrüsten und mit Brennstoffzellen versehen.

(Quelle: Lhyfe/2024)

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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