H2-Importe: Norwegen und Deutschland planen Nordsee-Pipeline

Der staatliche Gaskonzern Norwegens Gassco AS will mit dem deutschen Netzbetreiber Gascade den Transport von Wasserstoff durch die Nordsee koordinieren. Eine entsprechende Absichtserklärung haben Unternehmensvertreter heute (23. April) auf der Hannover Messe unterzeichnet. Ziel sei, ab 2030 den Import von Wasserstoff „in großen Mengen und zu wettbewerbsfähigen Konditionen" zu ermöglichen, so Gascade-CEO Christoph von dem Bussche. Entscheidend hierfür sei das Pipeline-Projekt AquaDuctus. Die Partnerschaft ist Teil einer deutsch-norwegischen Energiepartnerschaft.

von | 23.04.24

Noch exportiert Gassco vor allem norwegisches Erdgas in großen Mengen
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Norwegen

23. April 2024 | Der staatliche Gaskonzern Norwegens Gassco AS will mit dem deutschen Netzbetreiber Gascade den Transport von Wasserstoff durch die Nordsee koordinieren. Eine entsprechende Absichtserklärung haben Unternehmensvertreter heute (23. April) auf der Hannover Messe unterzeichnet. Ziel sei, ab 2030 den Import von Wasserstoff „in großen Mengen und zu wettbewerbsfähigen Konditionen“ zu ermöglichen, so Gascade-CEO Christoph von dem Bussche. Entscheidend hierfür sei das Pipeline-Projekt AquaDuctus. Die Partnerschaft ist Teil einer deutsch-norwegischen Energiepartnerschaft.

Auf norwegischer Seite werde Gassco die Infrastruktur für den Export von Wasserstoff aus Norwegen nach Deutschland errichten, meldete Gascade am Dienstag (23. April). Der Gasnetzbetreiber aus Kassel übernehme wiederum den Bau der Offshore-Wasserstoff-Pipeline AquaDuctus in der Nordsee. Sie soll benachbarte Offshore-Pipelines miteinander verbinden und die nachgelagerte Verbindung nach Deutschland herstellen.

Ziel der geplanten Kooperation sei eine „effiziente und kohärente Planung der Projekte“. Ab 2030 sollten Wasserstofftransporte zwischen Norwegen und Deutschland dann möglich sein. Die Kooperation der Unternehmen sei dabei in die Anfang 2023 vereinbarte Klima-Partnerschaft zwischen der norwegischen und der deutschen Regierung eingebettet.

Wasserstoff „in großen Mengen und zu wettbewerbsfähigen Konditionen“

Das AquaDuctus-Projekt besteht aus einer Offshore-Pipeline durch die deutsche Nordsee, die im Raum Wilhelmshaven anlandet. Von dort soll sie in einer Onshore-Pipeline weiter nach Bunde an der deutsch-niederländischen Grenze führen, um den Anschluss an das nachgelagerte Wasserstoff-Netz zu gewährleisten. Entlang der Route soll die Pipeline weitere Offshore-Pipelines sowie weitere Produktionsstätten von grünem Wasserstoff einschließen können..

Das Projekt hat von der EU-Kommission sowohl den europäischen IPCEI- als auch den PCI-Status erhalten. Dies ermöglicht u.a. eine staatliche Förderung durch Bund und Länder. Derzeit warte Gascade noch auf die formale Bestätigung der Behörden für den vorzeitigen Beginn der Baumaßnahmen. AquaDuctus ist zudem ein Teil des Entwurfs für das deutsche Wasserstoff-Kernnetz.

Gascade-Geschäftsführer Christoph von dem Bussche hob den Bedarf einer „offen zugänglichen Wasserstoff-Infrastruktur in der deutschen Nordsee“ hervor, die AquaDuctus herstellen werde. Die Unternehmen würden nun nach Synergien und Schnittstellen zwischen ihren jeweils geplanten Projekten suchen. Dies fördere die für die Energiewende erforderliche Bereitstellung von Wasserstoff „in großen Mengen und zu wettbewerbsfähigen Konditionen.“ AquaDuctus könne „die deutsche Importroute für Offshore-Wasserstoff über den Nordseekorridor werden“, so seine Prognose.

(Quelle: Gascade/2024)

 

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