Der Bedarf signalisiere, dass Unternehmen entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette frühzeitig konkrete Bedarfe anmelden sowie auf den Aufbau einer leistungsfähigen Transportinfrastruktur setzen.
„Dass die Nachfrage bereits kurz nach dem Start so hoch ist, zeigt deutlich, wie wichtig das Kernnetz für den Markthochlauf in Deutschland ist“, sagte zudem Barbara Fischer, Geschäftsführerin FNB Gas.
32 Anfragen und erste Reservierungsangebote
So wurden Mitte Mai insgesamt 32 Anfragen für das Kernnetz verzeichnet. Dabei wurden Ein- und Ausspeisekapazitäten in Höhe von bis zu 2,9 GW und für den Clusterübergangstransport (CÜT) Kapazitäten in Höhe von bis zu 0,6 GW angefragt. Der früheste geplante Nutzungsbeginn sei 2027.
Ein Großteil konnte laut FNB Gas bereits positiv mit der Vorlage eines Reservierungsangebots beantwortet wurde. Weitere Anfragen würden sich aktuell in der Prüfung befinden.
Die Prüfung der Anfragen erfolgt auf Basis der Kapazitäten, die im zweiten Marktinformationspaket am 5. März durch die Netzbetreiber veröffentlicht wurden. In Fällen, in denen die angefragten Kapazitäten über diesen Stand hinausgehen, kommt dann ein strukturierter Prozess mit Einzelfallprüfung zur Anwendung.
Reservierungsprozess seit März aktiv
Die Betreiber des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes hatten am 19. März einen koordinierten Kapazitätsreservierungsprozess gestartet. Seitdem können Marktteilnehmer bei dem jeweils zuständigen Fernleitungsnetzbetreiber erstmals Einspeise- und Ausspeisekapazitäten im deutschen Kernnetz reservieren – für bis zu sieben Jahre im Voraus. Die Reservierungsanfragen können über ein standardisiertes Anfrageformular eingereicht werden.
Die reservierbaren Kapazitäten sollen von rund 2.859 MWh/h Entry im Jahr 2026 auf über 15.000 MWh/h Entry bis 2030 wachsen (H2News berichtete). Eine weitergehende Information des Marktes ist laut FNB Gas zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen.










