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H2-Transporter: Stellantis startet Serienproduktion

Der niederländische Autmobilhersteller Stellantis hat mit der Serienproduktion von Transportern mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb begonnen. Die mittelgroßen und großen Fahrzeuge sollen im französischen Hordain sowie dem polnischen Gilwice hergestellt werden.

von | 05.02.24

Stellantis' große Brennstoffzellen-Transporter basieren auf Modellen vier etablierter Marken. V.l.n.r.: Citroen, Fiat, Opel, Peugeot
© Stellantis
Stellantis

05. Februar 2024 | Der niederländische Automobilhersteller Stellantis will mit der Serienproduktion von Transportern mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb beginnen. Die mittelgroßen und großen Fahrzeuge sollen im französischen Hordain sowie dem polnischen Gilwice hergestellt werden. Es handelt es um Brennstoffzellenversionen bestehender Fahrzeugmodelle, darunter solche von Citroen, Fiat, Opel und Peugeot.

Gleichzeitig kündigte der Konzern in der vergangenen Woche an, dass die mittelgroßen Modellen eine zweite Generation seines Brennstoffzellensystems erhalten sollen. Es werde den Fahrzeugen eine Reichweite von bis zu 400 km und eine Betankungszeit von weniger als vier Minuten ermöglichen. Die großen Transporter erreichen laut Hersteller Reichweiten von bis zu 500 km bei einer Betankungszeit von rund fünf Minuten. Die mittelgroßen Fahrzeuge hatte der Konzern bereits im Angebot. Ihre Produktion werde man nun ausweiten, während die großen Modelle neu in das Programm aufgenommen wurden.

Die Transporter, die der Konzern nun in die Serienproduktion aufnehmen will, sind Brennstoffzellenversionen acht bestehender Fahrzeugmodelle. Es handelt sich dabei um den Citroën ë-Jumpy und ë-Jumper, den Fiat Professional E-Scudo und E-Ducato, den Opel/Vauxhall Vivaro und Movano sowie den Peugeot E-Expert und E-Boxer.

Stellantis

Die mittelgroßen H2-Transporter aus dem Hause Stellantis (© Stellantis)

Jean-Michel Billig, Stellantis’ CTO in der Wasserstoff-Fahrzeugentwicklung, bekräftigte den Willen des Unternehmens, Marktführer in der Brennstoffzellentechnologie zu sein. Wann genau und in welchem Umfang die Produktion in dem polnischen bzw. französischen Werk beginnen soll, gab Stellantis nicht an.

Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie seit 2021

Im Oktober 2023 hatte dass Unternehmen die “vollständige Überarbeitung der Transporter-Produktpalette” als Teil seiner Strategie Offensive Pro One bekanntgegeben. Die zu Stellantis gehörenden Marken nutzen verschiedene elektrifizierte Antriebs-, Sicherheits-, ADAS- und Konnektivitätstechnologien.

Nutzfahrzeuge mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb hat Stellantis im Jahr 2021 als nach eigenen Angaben erster Hersteller weltweit auf den Markt gebracht. 2023 wurde der niederländische Konzern Anteilseigner von Symbio, einem Hersteller von Wasserstofftechnologien mit Niederlassungen in Europa und den USA.

Die Produktionsbasis für Stellantis-Nutzfahrzeuge erstreckt sich über mehrere Länder und Standorte, darunter Mangualde (Portugal), Vigo (Spanien) und Ellesmere Port (Großbritannien) für die Kompaktfahrzeuge der Marke K9, Hordain (Frankreich) und Luton (Großbritannien) für die mittelgroßen Fahrzeuge der Marke K0 sowie Atessa (Italien) und Gliwice (Polen) für große Fahrzeuge.

(Quelle: Stellantis/2024)

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