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Fendt präsentiert Wasserstoff-Traktor

Auf dem Wasserstoffgipfel des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie hat der Landmaschinenhersteller Fendt den ersten Prototypen eines Wasserstofftraktors vorgestellt.

von | 01.03.23

© Corona Borealis - stock.adobe.com
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Grüner Wasserstoff

01. März 2023 | Auf dem Wasserstoffgipfel des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie hat der Landmaschinenhersteller Fendt seinen ersten Prototypen eines Wasserstofftraktors vorgestellt.

Fendt beteiligt sich an dem landwirtschaftlichen Modellprojekt H2Agrar in Niedersachsen. Es erarbeitet eine Wasserstoffinfrastruktur für die landwirtschaftliche Nutzung. Im Modellprojekt werden nach eigenen Angaben erstmalig Prototypen eines wasserstoffbetriebenen Traktors regulär auf landwirtschaftlichen Betrieben eingesetzt.

Im Forschungsprojekt sollen u.a. die Nutzbarkeit und das Leistungspotenzial von Wasserstoff für landwirtschaftliche Maschinen untersucht werden. Dazu entwickelt Fendt wasserstoffbetriebene Prototyptraktoren mit Brennstoffzelle. Diese werden über den gesamten Projektzeitraum auf zwei landwirtschaftlichen Testbetrieben in der Region Haren (Emsland) unter Realbedingungen eingesetzt. Innerhalb des Projekts soll der Wasserstoffverbrauch der Traktoren ermittelt werden.

H2Agrar: Wasserstoff in der Landwirtschaft

Fendt liefert im April 2023 seine zwei Prototypen der ersten Generation an landwirtschaftliche Betriebe in Haren aus. Ziel des Projektes ist die Erforschung und der Aufbau einer Infrastruktur für Wasserstoff für die Landwirtschaft in der Modellregion Emsland. Das Projekt wurde 2022 bereits mit dem DLG Agrifuture Concept Award 2022 ausgezeichnet.

Gleichzeitig werden die technischen Anforderungen an eine geeignete Wasserstoff-Infrastruktur für die Landwirtschaft erforscht. Diese Erkenntnisse bilden die Basis für weitere Forschung zur Reduktion von CO2-Emissionen bei landwirtschaftlichen Fahrzeugen.

Bayern arbeitet an grüner Land- und Forstwirtschaft

Auf dem Wasserstoffgipfel in Straubing wurden technologische Potentiale und praktische Nutzungsmöglichkeiten von Wasserstoff in der Land- und Forstwirtschaft unter dem Thema „Chancen und Möglichkeiten für die Land- und Forstwirtschaft“ diskutiert. Die Teilnehmenden kamen aus den Bereichen Wissenschaft, Politik, Verbandsarbeit sowie der Praxis.

Hubert Aiwanger (Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie):

„Ich sehe im Wasserstoff eine sehr wichtige Problemlösung im Bereich Land- und Forstwirtschaft. Die Land- und Forstwirtschaft kann viel Energie liefern, womit auch Wasserstoff erzeugt werden kann. Agri-PV Anlagen oder Windkraft erzeugen auf land- und forstwirtschaftlichen Flächen Strom und nutzen diesen zur Gewinnung von Wasserstoff. Auch Wasserstoff aus der Biogas-Anlage oder aus Forst-Restholz ist denkbar.

 

Die Krönung ist natürlich, wenn die Landwirte selbst Wasserstoff für ihre Traktoren oder landwirtschaftlichen Maschinen nutzen. Ich hoffe, dass Fendt diesen Prototyp weiter entwickelt, weil wir diese Dinge brauchen.“

 

(Quelle: Fendt/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

ubert Aiwanger, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, mit dem Prototypen des Fendt-Wasserstofftraktors (Quelle: Fendt)

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