H2CAST Etzel: Wasserstoff-Speicherung in Salzkavernen gestartet

Gasunie und Storag Etzel haben die nächste Phase des Wasserstoff-Speicherprojekts H2CAST eingeleitet. Nun haben die Partner mit der Einspeicherung von 90 Tonnen Wasserstoff in zwei umgerüsteten Salzkavernen begonnen. Die Eröffnungsveranstaltung für die neue Projektphase fand am 9. Mai 2025 in Anwesenheit von Hester Somsen, Botschafterin des Königreichs der Niederlande in Deutschland, statt. In Kürze will Gasunie auch mit dem Bau der oberirdischen Anlagenkomponenten starten. 

von | 15.05.25

Die Eröffnungsveranstaltung für die neue Projektphase fand am 9. Mai 2025 statt
© Storag Etzel GmbH
H2CAST Etzel: Wasserstoff-Speicherung in Salzkavernen gestartet

Die Befüllung markiert laut den beteiligten Unternehmen den Übergang von der ersten Projektphase „H2CAST Ready” zur Phase „H2CAST Prove”. In der ersten Phase wiesen die Projektpartner die technische Eignung der Kavernen nach. Auch die Dichtheit der unterirdischen Materialien für die Wasserstoffspeicherung bestätigten sie. Die nun folgende Phase „H2CAST Prove” soll den bestimmungsgemäßen Betrieb der Anlagen demonstrieren. Außerdem wollen Gasunie und Storag Etzel auch die Einhaltung der angestrebten Wasserstoffqualität nachweisen.

Der Kavernenspeicher in Etzel habe eine strategisch wichtige Position für den deutsch-niederländischen Wasserstoffmarkt, heißt es in der veröffentlichten Pressemeldung. Die Anlage liegt nahe dem künftigen Wasserstoff-Kernnetz und dem Energy-Hub in Wilhelmshaven.

Marc van der Linden, Business Development Director von Gasunie, betonte: „Für einen gut funktionierenden Wasserstoffmarkt ist eine groß angelegte Wasserstoffspeicherung von entscheidender Bedeutung.” Dies wollen die beiden Unternehmen mit dem Projekt demonstrieren. Die nun befüllten Kavernen verfügen über ein geometrisches Volumen von etwa 300.000 Kubikmetern.

Kavernenspeicher als Schlüssel für Wasserstoffwirtschaft

Boris Richter, Geschäftsführer der Storag Etzel, sieht das Projekt als Blaupause für die Umrüstung weiterer Kavernen: „Die Etzeler Kavernen sind flexibel skalierbar, sodass sich ebenfalls hiesige bestehende unterirdische Gas- und Ölspeicher für die Nutzung von Wasserstoff umwidmen lassen. Die unterirdische Speicherung von Wasserstoff in Kavernen im großen Stil funktioniert. Wir sind bereit, wenn der H₂-Markt da ist.”

Das langfristige Ziel der Partner ist die Entwicklung und der Betrieb eines flexiblen Untergrundspeichers mit einer Gesamtkapazität von bis zu 1 TWh Wasserstoff. Der Standort Etzel dient bereits heute als Energie-Drehscheibe mit bestehender Anbindung an das europäische Erdgasnetz und liegt in direkter Nachbarschaft zu Deutschlands einzigem Tiefwasser-Hafen in Wilhelmshaven.

Der Wasserstoff das Projekt stammt von einer Produktionsanlage in Werlte, 90 Kilometer südlich des Speichers Etzel. Die Wasserstofflieferungen übernimmt das Unternehmen Plug Power.

Gasunie entwickelt parallel auch in den Niederlanden unterirdische Wasserstoffspeicher im Projekt HyStock.

 

(Quelle: Gasunie/ Storag Etzel/2025)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

H2-Projekte in Ihrer Region

Mehr als 300 Wasserstoff-Projekte in Deutschland und Europa

Hier geht's zur interaktiven Karte

Unternehmensportfolio für Reinstwasserversorgung von Elektrolyseuren wächst
Unternehmensportfolio für Reinstwasserversorgung von Elektrolyseuren wächst

Der Hersteller von Wasseraufbereitungsanlagen, die EnviroFalk Prozesswasser-Technik GmbH, erweitert seine Produktreihe EnviGreenPURE PtX. Die Reihe umfasst Anlagen zur Reinstwasserversorgung von Elektrolyseuren. Künftig schließt das Portfolio auch Anlagen für Elektrolyseleistungen von bis zu 100 MW ein. Ein modulares Konzept soll eine flexible Anpassung an unterschiedliche Rohwasserqualitäten und Standortbedingungen ermöglichen.

mehr lesen
BNetzA startet Konsultation zu Szenariorahmen Strom und Wasserstoff
BNetzA startet Konsultation zu Szenariorahmen Strom und Wasserstoff

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die Konsultation zu den Szenariorahmen Strom sowie Gas und Wasserstoff gestartet. Beide  Entwürfe bilden ab, wie sich Erzeugung, Verbrauch und die Netze bis 2045 entwickeln könnten, und bilden damit die Grundlage für den späteren Netzausbau. Erstmals laufen die beiden Konsultationen parallel. Bis zum 28. September 2026 können Verbände, Unternehmen, Behörden und Bürger noch ihre Stellungnahmen einreichen.

mehr lesen
RWE liefert erneuerbaren Strom für Wasserstoffanlagen
RWE liefert erneuerbaren Strom für Wasserstoffanlagen

Der Hersteller von Industriegasen Air Products & Chemicals Inc. hat mit dem deutschen Energieversorgungskonzern, der RWE AG, einen langfristigen Stromabnahmevertrag (Power Purchase Agreement, PPA) abgeschlossen. Damit erhält das US-amerikanische Unternehmen erneuerbaren Strom für seine H2-Anlagen. Der Strom soll die Herstellung von RFNBO-konformem (Renewable Fuels of Non-Biologic Origin) Wasserstoff ermöglichen.

mehr lesen

H2 Talk

„Der Mittelstand ist das Kraftwerk unserer Wirtschaft"
„Versorgungssicherheit und Klimaschutz sind keine Gegensätze“
„Das Engagement hat riesige Fortschritte für die Elektrolysetechnologie gebracht“

Publikationen

Gasqualitäten im veränderten Energiemarkt

Gasqualitäten im veränderten Energiemarkt

Erscheinungsjahr: 2020

Das Werk umfasst eine Sammlung praxisorientierter Fachbeiträge aus den Zeitschriften gwf Gas + Energie, PROZESSWÄRME und „gwi – gaswärme international“, die den Lesern einen Überblick über die Neuerungen, die sich für Gasanwender und -versorger aus ...

Zum Produkt

Erneuerbarer Wasserstoff mit Solar-Wind-Hybridkraftwerken

Erneuerbarer Wasserstoff mit Solar-Wind-Hybridkraftwerken

Autor: Raphael Niepelt, Rolf Brendel

Grüner Wasserstoff ist ein Schlüsselelement für die Transformation und Defossilierung des Energiesystems. Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie hat sich die Politik klar zu grünem Wasserstoff bekannt, wobei der Bedarf vor allem über Importe aus ...

Zum Produkt

Wasserstoffeinspeicherung mit  bestehenden Erdgasverdichtern

Wasserstoffeinspeicherung mit bestehenden Erdgasverdichtern

Autor: Johann Lenz und Patrick Tetenbor

Zur Verdichtung von Wasserstoff mit bestehenden Erdgasverdichtern wird sich aufgrund verschiedener Parameter eine neue Ära der Kolbenverdichter entwickeln. Um aus schwingungstechnischer Sicht weiterhin einen sicheren Betrieb zu gewährleisten, sind ...

Zum Produkt

Datenschutz
h2-news.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
h2-news.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: