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H2dry: Uniper-Wasserstoffspeicher erhält Trocknungsanlage von Bilfinger

Bilfinger hat bekannt gegeben, dass ihre H2dry-Anlage an einem zweiten Standort getestet wird. Zum Einsatz kommt sie bei dem Uniper Wasserstoff-Kavernenspeicher in Krummhörn. Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung einer Speicherlösung für grünen Wasserstoff in großem Maßstab.

von | 14.12.23

Bilfinger H2dry-Technologie für Uniper Wasserstoff-Kavernenspeicher in Krummhörn bei Berlin
© Bilfinger SE
Bilfingers H2DRY Demonstrationsanlage

14. Dezember 2023 | Bilfinger hat bekannt gegeben, dass ihre H2dry-Anlage an einem zweiten Standort getestet wird. Zum Einsatz kommt sie bei dem Uniper Wasserstoff-Kavernenspeicher in Krummhörn. Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung einer Speicherlösung für grünen Wasserstoff in großem Maßstab.

Uniper hat den Industriedienstleister Bilfinger damit beauftragt, die Engineering-, Beschaffungs- und Baumanagementleistungen (EPCm) für das Wasserstoffprojekt im Kavernenspeicher Krummhörn bereitzustellen. Nach dem Einsatz im Gasspeicher von Rüdersdorf bei Berlin ist es nun das zweite Projekt, bei dem die H2dry-Technologie getestet wird.

Uniper plant, eine Pilotkaverne im ehemaligen Erdgasspeicher Krummhörn zu errichten. Der Wasserstoffspeicher soll bis zu 3.000 m³ fassen und unter Realbedingungen getestet werden. Die in der zweijährigen Testphase gewonnenen Erkenntnisse will Uniper anschließend als Basis für größere Anlagen nutzen. Mit ihren Forschungsergebnissen und der H2dry-Technologie wollen die Unternehmen die Wasserstoffspeicherung in großem Umfang ermöglichen.

Bilfinger unterstützt das Forschungsprojekt mit EPCm-Leistungen für die obertägige Anlagentechnik der Wasserstoff-Testkaverne. Der Industriedienstleister hatte bereits das Basic Engineering für das Projekt durchgeführt und wurde nun auch für den Folgeauftrag ausgewählt.

H2dry soll kommerzielle H₂-Speicherung ermöglichen

Die H2dry-Technologie entzieht dem Wasserstoff mittels einer geeigneten Waschflüssigkeit durch Absorption Wasser, das bei der Erzeugung im Elektrolyseur oder durch den Kontakt mit Feuchtigkeit in der Kaverne entsteht. Denn: Ist das Gas zu feucht, kann es zur Korrosion an Leitungen oder Ventilen kommen. Die Technologie ermögliche daher eine wirtschaftliche und effiziente Wasserstoffbehandlung in großem Umfang.

„Kavernenspeicher könnten in Zukunft dazu dienen, große Mengen grünen Wasserstoffs zu speichern und bedarfsgerecht zu nutzen. Dies würde einen bedeutenden Beitrag zur Sicherung der zukünftigen Energieversorgung leisten.”, sagte Doug Waters, Managing Director Uniper Energy Storage.

Die bestehenden Speicheranlagen in Krummhörn müssen noch für den Einsatz von Wasserstoff umgerüstet werden. Den Aufbau der dazu obertägig notwendigen Anlagen zur Wasserstoffaufbereitung wird ein Team des Industriedienstleisters übernehmen. Unter anderem kümmert sich Bilfinger um die Planung und Inbetriebnahme von Rohrleitungssystemen, die Wasserstoff von einer bestehenden Erdgasleitung zur Speicherstation ermöglichen.

Für weitere Informationen zum Speicherprojekt Krummhorn, klicken Sie auf die Karte:

Anlagentechnik der Wasserstoff-Pilotkaverne

Die geplante obertägige Anlagentechnik der Wasserstoff-Pilotkaverne in Krummhörn (© Uniper)

(Quelle: Bilfinger SE/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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