BarMar bildet gemeinsam mit CelZa (Celorico da Beira–Zamora) sowie den angeschlossenen nationalen Kernnetzen den H2med-Korridor. Hinter dem Korridor stehen fünf Gasnetzbetreiber: Enagás (Spanien), NaTran (ehemals GRTgaz, Frankreich), OGE (Deutschland), REN – Gasodutos (Portugal) und Teréga (Frankreich).
Mit dem Abschluss der Pre-FEED-Phase hat das H2med-Konsortium einen Meilenstein beim Aufbau des ersten großen Wasserstoffkorridors in der Europäischen Union bekanntgegeben. Die Phase hatte die grundsätzliche technische Machbarkeit des Projekts sowie die Auslegungsgrundlage für die Verdichterstationen und die Pipeline bestätigt. Außerdem wurde ein vorläufiger Korridor festgelegt, der sich auf die ersten Ergebnisse der noch laufenden Umweltverträglichkeitsprüfung stütze.
Detailplanung umfasst Pipeline-Design und Genehmigungsunterlagen
In der nun startenden FEED-Phase sollen das Pipeline-Design und der endgültige Trassenverlauf bestätigt sowie das Design der Verdichterstation finalisiert werden. Außerdem stünden die Erstellung von Genehmigungsunterlagen und die Festlegung der technischen Anforderungen für die Bauvorbereitung und Materialbeschaffung im Fokus. Die Phase stütze sich dabei auf Ergebnisse aus Umwelt- und Technikstudien sowie auf Rückmeldungen aus dem öffentlichen Beteiligungsverfahren in Frankreich und Spanien, das im Juli abgeschlossen wurde.
Die FEED-Studien würden zudem die technische Grundlage für die finale Investitionsentscheidung (FID) der BarMar-Projektpartner und Investoren vor Beginn der Bauarbeiten schaffen.
Der nächste Schritt sei dann die Vergabe der FEED-Planungsleistungen sowie der Offshore-Meeresbodenuntersuchungen. Die Inbetriebnahme der Pipeline ist für das Jahr 2032 vorgesehen.
EU fördert Projekt mit mehr als 28 Millionen Euro
Die Europäische Kommission hatte im Januar 2025 die Förderung des Projektes BarMar mit mehr als 28 Millionen Euro bewilligt. Die Unterstützung findet im Rahmen des EU-Förderprogramms Connecting Europe Facility (CEF) statt. Diese Mittel sollen es gemeinsam mit den Investitionen der Projektträger ermöglichen, die erforderlichen Ingenieurstudien zu finanzieren. Dazu gehören Meeres- und Umweltuntersuchungen sowie die Umweltverträglichkeitsprüfung und die Einholung der notwendigen Genehmigungen.
Im April 2026 hatte die Europäische Union den Wasserstoffkorridor H2med erneut als Projekt von gemeinsamem Interesse (PCI) anerkannt.










