Generic filters
Exact matches only
FS Logoi

H2NORD erhält Fördermittelbescheid für grüne Wasserstoffmobilität

H2NORD baut in der Region Emden eine Infrastruktur für grüne Wasserstoffmobilität. Jetzt hat die Initiative dafür eine Förderzusage erhalten.

von | 01.02.23

Quelle: MU
Quelle: MU

01. Februar 2023 I H2NORD baut in der Region Emden eine Infrastruktur für grüne Wasserstoffmobilität. Jetzt hat die Initiative dafür eine Förderzusage erhalten.

Beantragt wurde der Zuschuss im Rahmen der niedersächsischen Wasserstoffrichtlinie für eine 10 MW starke Elektrolyseanlage.

Christian Meyer, Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, übergab den Förderbescheid in Höhe von 8 Mio. € am 31. Januar in Hannover.

In Emden und Umgebung plant H2NORD mehrere Tankstellen für grünen Wasserstoff zu errichten und sie mit selbst produziertem Wasserstoff aus der Region zu beliefern. Für die Herstellung per Elektrolyse soll ausschließlich Strom aus Erneuerbaren Energien aus der Region verwendet werden. So will H2NORD die Energiewende in der Region vorantreiben.

Schritt 1: 10 MW Elektrolyse

Mit dem Zuwendungsbescheid werden die ersten 10 MW Elektrolyseleistung der Wasserstoffproduktion finanziert. Sie bilden die erste Ausbaustufe der insgesamt geplanten 50 MW Elektrolyse. Ebenfalls im Fördervolumen inbegriffen ist die Befüllanlage für die mobilen Wasserstoffspeicher. In ihnen wird der grüne Wasserstoff nicht nur gespeichert, sondern auch an die Tankstellen transportiert.

Die 8 Mio. € aus dem Fördertopf des Landesministeriums sind der maximal mögliche Zuschuss, der in der Wasserstoffrichtlinie pro Vorhaben vorgesehen ist. Er entspricht einer Förderquote von 40 % bei einem Investitionsvolumen der H2NORD von rund 20 Mio. €.

„Wichtig für die Energiewende – gut für das Land“

Niedersachsen Umweltminister Christian Meyer:

„Wir müssen dringend den CO2-Ausstoß im Verkehr senken, um unsere Klimaziele zu erreichen. Wasserstoff ist eine der Lösungen im Schwerlastverkehr, die wir unbedingt für eine erfolgreiche Energiewende brauchen. Ich freue mich, dass ein Projekt aus Niedersachsen hier vorangeht und eine flächendeckende Wasserstoffinfrastruktur in Emden und Umgebung aufbauen will.“

Claas Mauritz Brons, Geschäftsführer H2NORD und der Brons Gruppe:

„Wir sind hoch erfreut über diese Unterstützung. Sie unterstreicht die enorme Bedeutung von grünem Wasserstoff hier an der Küste. Und sie zeigt, dass wir mit H2NORD die richtigen Ziele für die hiesige Wirtschaft und den öffentlichen wie privaten Verkehr gesetzt haben. Wir können nun gestärkt mit der Umsetzung beginnen.“

Grüner Strom aus der Region wird zu emissionsfreiem Kraftstoff

Ein Großteil des Stromes für die Herstellung des projekteigenen Wasserstoffs wird im Energiepark Emden produziert. Der Solarpark befindet sich in Planung und soll eine Leistung von bis zu 94 MW haben, wovon ein Teil für die Elektrolyse verwendet werden soll.

Damit ist die Herstellung des Wasserstoffs genauso emissionsfrei wie der Betrieb der damit angetriebenen Fahrzeuge.

Landesförderung für Wasserstoff

Bei der bewilligten Förderung handelt es sich um einen Zuschuss aus der niedersächsischen Wasserstoffrichtlinie. Das Ziel der mittlerweile ausgelaufenen Ausschreibung war die Förderung von Pilotvorhaben der Wasserstoffwirtschaft. Zur Auszahlung kommt der Zuwendungsbescheid durch die Investitions- und Förderbank Niedersachsens NBank.

Über H2NORD

Die H2NORD wurde im April 2021 in Emden gegründet. Neben der Gründungsgesellschaft Energiepark Emden, bestehend aus Terravent, GP JOULE und der Brons Group, sind auch SCORE, die Spedition Weets, Hinrich Folkerts Landhandel, die AG „EMS“, das Team Telematik Zentrum Norden und die Stadtwerke Norden an H2NORD beteiligt.

Ziel der H2NORD ist der Aufbau einer regenerativen, regionalen Wasserstoffwirtschaft. Sie wird in einer Elektrolyseanlage mit bis zu 50 Megawatt grünen Wasserstoff erzeugen und diesen zunächst über drei SCORE-Tankstellen in Ostfriesland vertreiben. Für die Elektrolyse wird ausschließlich regionaler Grünstrom genutzt.

(Quelle: H2Nord)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Mitte) übergibt den Zuwendungsbescheid für H2NORD an Claas Mauritz Brons, Geschäftsführer der H2NORD (rechts), und Eugen Firus, Vertriebsleiter der H2NORD (links im Bild). (Foto: MU)

Jetzt Newsletter abonnieren

Brennstoff für Ihr Wissen, jede Woche in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

H2-Projekte in Ihrer Region

Mehr als 300 Wasserstoff-Projekte in Deutschland und Europa

Hier geht's zur interaktiven Karte

„Wir sehen eine klare Entwicklung hin zu modularen, skalierbaren Wasserstoffsystemen“
„Wir sehen eine klare Entwicklung hin zu modularen, skalierbaren Wasserstoffsystemen“

Wie lässt sich Wasserstoff effizient, sicher und skalierbar einsetzen? Pressure Control Solutions (PCS) setzt genau hier an – mit hochpräzisen Technologien für die Druckregelung in anspruchsvollen Anwendungen entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Im Interview spricht Sales Manager DACH Matthias Bogar über technische Herausforderungen, den Schutz von Membranen und die wachsende Bedeutung modularer Systeme.

mehr lesen
Wasserstoff verdrängt Hochofen: Planungsauftrag für Duisburger DRI-Anlage vergeben
Wasserstoff verdrängt Hochofen: Planungsauftrag für Duisburger DRI-Anlage vergeben

Im Duisburger Stahlwerk weichen die Hochöfen einer wasserstoffbasierten Direktreduktions-(DRI)-Anlage. Das Beratungsunternehmen Drees & Sommer SE hat nun bekannt gegeben, dass es die Planungsleistungen übernimmt. Für den Bau ist die Mönchengladbacher SMS Group verantwortlich. Die DRI-Anlage soll über eine Kapazität von 2,5 Millionen Tonnen CO₂-armem Roheisen verfügen und so bis zu 3,5 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen. Das entspricht rund einem Fünftel der Emissionen der gesamten deutschen Stahlindustrie. 

mehr lesen

H2 Talk

„Wir sehen eine klare Entwicklung hin zu modularen, skalierbaren Wasserstoffsystemen“
Dirk Flandrich, Gascade: „Wasserstoff braucht verlässliche Rahmenbedingungen und mutige Erstnutzer“ Wasserstoff-Kernnetz
„Wer jetzt zweifelt, verhindert Milliarden-Investitionen“ Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH)

Publikationen