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Hafen von Amsterdam: Drehscheibe für grünen Wasserstoff aus dem Nahen Osten?

Der Hafen von Amsterdam soll Anlandepunkt für arabischen Wasserstoff werden. Dafür hat Dorine Bosman, Chief Investment Officer im Hafen von Amsterdam, Vereinbarungen mit dem Oman und Masdar, einem Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, unterzeichnet. Ziel ist es, die Entwicklung einer Lieferkette für grünen Wasserstoff zu untersuchen. 

von | 04.01.24

Der Hafen von Amsterdam ist der viertgrößte Hafen Europas
© APchanel - stock.adobe.com
Auch Containerschiffe können Binnengewässer befahren

04. Januar 2024 | Der Hafen von Amsterdam soll Anlandepunkt für Wasserstoff aus den VAE und Oman werden. Dafür hat Dorine Bosman, Chief Investment Officer im Hafen von Amsterdam, Vereinbarungen mit Vertretern des Oman sowie mit Masdar, dem staatlichen Ölkonzern der Vereinigten Arabischen Emirate, unterzeichnet. Nun sollem langfristige Lieferketten für grünen Wasserstoff erarbeitet werden.

Mitte Dezember schlossen Vertreter des Hafens von Amsterdam zwei Vereinbarungen über gemeinsame Studien (Joint Study Agreements, JSA) mit dem Oman und Masdar auf der UN-Klimakonferenz in Dubai. Gemeinsam wollen sie den Aufbau von Wasserstoff-Lieferketten untersuchen.

Der Hafen von Amsterdam will in seinem Hafen ein Industriecluster rund um grünen Wasserstoff entwickeln. Neben der Versorgung regionaler Industrin und weiterer europäischer Abnehmer ist auch die Produktion von nachhaltigen Flugkraftstoffen geplant.

Vereinbarungen mit dem Oman

Die erste JSA unterzeichnete der Hafen von Amsterdam mit dem Ministerium für Energie und Mineralien und Wasserstoff des Sultanats Oman (Hydrom), Zenith Energy Terminals und GasLog.

Seine Exzellenz, Minister Ing., Salim bin Nasser Al Aufi und der Klimabeauftragte des Königreichs der Niederlande, Prinz Jaime de Bourbon de Parme, waren als offizielle Zeugen während der Zeremonie dabei.

Die Vereinbarung umfasst die Durchführung einer detaillierten Bewertung der Anforderungen für die Entwicklung einer offen zugänglichen Wasserstoffverflüssigungs-, Speicher- und Exportanlage im Sultanat Oman. Dazu kommt die Bereitstellung von Spezialschiffen für den Transport des flüssigen Wasserstoffs, die derzeit von GasLog entwickelt werden. Zenith Energy soll ein Terminal als Ziel für den Import im Hafen von Amsterdam errichten. Dort soll der Wasserstoff regasifiziert und von dort aus weiterverteilt werden.

Bereits während der COP27 unterzeichneten die Länder ein Memorandum of Understanding (MoU). Es zielte ebenfalls auf eine verstärkte Zusammenarbeit für den Aufbau von Import- und Exportkorridoren. Insgesamt plant der Oman mindestens sechs große Wasserstoffprojekte bis 2030. 

Abkommen mit Masdar

Auch beim JSA mit Masdar arbeiten der Hafen von Amsterdam und Zenith Energy Terminals zusammen. Außerdem ist das niederländische Unternehmen SkyNRG beteiligt. Der SAF-Hersteller will den in den Anlagen von Masdar produzierten Wasserstoff im Hafen von Masdar in e-SAF umwandeln und dann so nach Amsterdam verschiffen.

Zenith Energy Terminals ist Betreiber einer Energiespeicher- und -verteilungsanlagen im Amsterdamer Hafen. Das Unternehmen entwickelt eine Open-Access-Importanlage für flüssigen Wasserstoff und will so Wasserstoffproduzenten Zugang zu den niederländischen und europäischen Wasserstoffmärkten verschaffen. Laut Hersteller erleichtert das Terminal den Import, die Lagerung, Verteilung und Regasifizierung des Flüssigwasserstoffs.

Dorine Bosman, Chief Investment Officer im Hafen von Amsterdam, fasst zusammen:

„Diese Vereinbarung läutet die nächste Phase unserer Zusammenarbeit mit Masdar ein. Wir sind stolz auf die Fortschritte, die seit der Unterzeichnung unseres Memorandum of Understanding im Januar dieses Jahres erzielt wurden. Die Tatsache, dass wir so schnell in die nächste Phase übergehen, unterstreicht die Machbarkeit und Stärke des Flüssigwasserstoff-Importangebots, dass der Hafen von Amsterdam und die Zenith Energy Terminals zu bieten haben.”

Masdar hat erklärt, bis 2030 eine Kapazität für erneuerbare Energien von 100 GW und eine jährliche Produktion von 1 Mio. t grünem Wasserstoff zu erreichen. 

(Quelle: Port of Amsterdam/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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