Vor der Inbetriebnahme müssen die Module noch mit weiterer Anlagentechnik verbunden werden. Dazu zählen Stromversorgung, Wasseraufbereitung, Kühlung und Verdichtung. Auch die Übergabepfade für den erzeugten Wasserstoff fehlen noch. Das Konsortium aus Luxcara und den Hamburger Energiewerken hatte im Oktober 2025 das Unternehmen Kraftanlagen Energies & Services mit diesen Arbeiten beauftragt und im September 2024 den PEM-Elektrolyseur bei Siemens Energy bestellt.
Der kommerzielle Betrieb der Anlage soll in der zweiten Jahreshälfte 2027 starten. Pro Jahr sollen dann rund 10.000 Tonnen Wasserstoff entstehen.
Der Prozess erzeugt zusätzlich rund 13 MW nutzbare Abwärme. Diese Menge reicht nach Angaben der Projektgesellschaft für die Versorgung von bis zu 6.000 Wohneinheiten. Die Gesamteffizienz der Anlage steigt dadurch von etwa 70 auf bis zu 85 Prozent.

Eines der letzten Elektrolyse-Module für den Hamburg Green Hydrogen Hub (© Siemens Energy)
Der Standort Moorburg ist an das 380-Kilovolt- und das 110-Kilovolt-Netz angeschlossen. Wind- und Solarstrom aus der Region gelangt dadurch direkt zum Elektrolyseur. Der erzeugte Wasserstoff soll über das Verteilnetz HH-WIN sowie über eine Lkw-Verladestation zu den Abnehmern gelangen.
Projekt entsteht auf dem Gelände des früheren Kraftwerks Moorburg
Der Hamburg Green Hydrogen Hub entsteht auf einer rund 16.000 Quadratmeter großen Teilfläche des ehemaligen Kraftwerksgeländes Moorburg. Der Rückbau des früheren Kohlekraftwerks begann im Oktober 2023. Im Sommer 2024 übernahm das Konsortium ein erstes Teil-Baufeld für vorbereitende Arbeiten.
Im Dezember 2025 legten Vertreter der Stadt Hamburg gemeinsam mit den Projektpartnern den Grundstein für das Gebäude, das Elektrolyseur und Kompressoren aufnehmen soll. Bis Mitte 2026 sollte dieser Bau abgeschlossen sein. Bund und Land unterstützten das Vorhaben im Rahmen des EU-Förderprogramms IPCEI; die entsprechenden Förderbescheide übergab das Bundeswirtschaftsministerium im Juli 2024.
Zehnjähriger Wartungsvertrag begleitet die Lieferung
Über die Lieferung hinaus vereinbarten das HGHH-Konsortium und Siemens Energy einen Wartungsvertrag über zehn Jahre. Zur Höhe des Auftrags machten beide Seiten keine Angaben.
Das Projekt zählt zu den ersten Großprojekten für Wasserstoff in Deutschland. Es soll zur Dekarbonisierung von Industrie und Hafen in Hamburg beitragen.










